In Neukölln befindet sich Platz zwei der stauanfälligsten Straßen Berlins: die Karl-Marx-Straße (Abschnitt Grenzallee bis Hasenheide). Das geht aus der Antwort der Senatsverkehrsverwaltung auf eine Anfrage der Abgeordneten Antje Kapek (Grüne) aus dem vergangenen Jahr hervor. Verwunderlich ist das nicht. Wer regelmäßig mit Auto oder Rad auf der Neuköllner Verkehrsader unterwegs ist, kennt das leidige Verkehrschaos – vor allem zu den Stoßzeiten – bereits seit Jahrzehnten. Der Grund sind die andauernden Bauarbeiten, weshalb es immer wieder zu Sperrungen und Staus kommt.
Bereits 2010 begann die Sanierung, der Startschuss für die längste Baustelle des Bezirks. Auf rund zwei Kilometern wird eine der größten und wichtigsten Straßen Neuköllns saniert. Die Fertigstellung der Bauarbeiten auf der Karl-Marx-Straße war ursprünglich einmal für 2021 geplant. Aber auch bei den Umbauten kam es zu Staus. Aktuell befindet sich die Engstelle auf Höhe Fuldastraße. Doch man ist auf der Zielgeraden, wie es vom Bezirk heißt. Im Spätsommer 2025 sollen die Bauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein. Und damit sollte sich die Verkehrssituation entspannen. Gute Aussichten auf freie (re) Fahrt.
Neuköllner A100: Ein Staugarant
Doch die Karl-Marx-Straße ist nicht die einzige Problemstelle im Bezirk. Die Stadtautobahn 100 Höhe Neukölln ist ein regelrechter Stau-Hotspot, wie die ADAC Staubilanz 2024 bestätigt. Der längste Einzelstau des Jahres 2024 – gemessen an der Dauer – ereignete sich am 18. März auf der A100 in Höhe Neukölln, im Abschnitt Grenzallee Richtung Innsbrucker Platz. Er hielt knapp 17 Stunden lang an. Auch im Hinblick auf die Länge stellte die A100 einen Rekord auf: Im Januar 2024 kam es auf der Strecke von Neukölln (Grenzallee) in Richtung Wilmersdorf (Schwarzbacher Straße) zu einem 17 Kilometer langen Stau.

Und mit dem Autobahnsegment Treptow-Neukölln, Dreieck Neukölln-Anschlussstelle Buschkrugallee, befindet sich der A100-Teilbereich mit den meisten Verkehrsmeldungen (rund 1900 Meldungen) und den meisten Staustunden (rund 1500 Stunden) ebenfalls in dem Bezirk Neukölln.
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Weitere allgemeine Stauschwerpunkte sind zum Beispiel die Sonnenallee, die von hohem Durchgangs- und Pendlerverkehr besonders stadteinwärts geprägt ist. Oder die Hermannstraße, als zentrale Nord-Süd-Verbindung im Bezirk. Vor allem steht man hier gerne mal im Bereich zwischen Britzer Damm und Karl-Marx-Straße im Stau. Zudem ist der Autobahnzubringer Grenzallee häufiger verstopft. Und zu den Stoßzeiten kann es auch immer wieder auf dem Columbiadamm zu Staus kommen.



