Bauarbeiten

Kombibad Mariendorf noch bis Mitte Juli geschlossen

| Lesedauer: 2 Minuten
Zurzeit können Besucher weder das Hallen- noch Sommerbad nutzen.

Zurzeit können Besucher weder das Hallen- noch Sommerbad nutzen.

Foto: Julia Lehmann / Berliner Morgenpost

Wegen Schäden ist das Freizeitbad seit Mitte April geschlossen. Mit Beginn der Sommerferien soll der Betrieb wieder aufgenommen werden.

Berlin. Im März verkündete der Senat, dass Mariendorf kein neues Freizeitbad bekommt. Kurze Zeit danach – Mitte April – musste das bereits existierende Kombibad am Ankogelweg aufgrund von Mängeln unerwartet schließen. Die Reparaturarbeiten dauern noch an, wie die Berliner Bäderbetriebe (BBB) auf Anfrage mitteilen. Bis Mitte Juli, zum Beginn der Sommerferien, könnten Hallen- und Sommerbad wieder öffnen.

Bei Instandsetzungsarbeiten am Kombibad Mariendorf habe ein Gutachter schwere Betonschäden an der sogenannten Schwallwasserkammer festgestellt, erklären die Bäderbetriebe. „Diese Schwallwasserkammer ist eine besonders wichtige und sensible Station im Kreislauf der Wasseraufbereitung des Schwimmbades. An diese Kammer werden hohe hygienische Standards gesetzt.“

Kombibad Mariendorf: Sommerbad konnte nicht zum 26. Mai öffnen

Als die Schäden entdeckt worden waren, sei schnelles Handeln notwendig gewesen, heißt es weiter. Ein Aufschub der Arbeiten hätte dazu führen können, dass das Bad kurzerhand gar nicht mehr nutzbar ist. Folglich bleibt das Hallenbad geschlossen, die Eröffnung des Sommerbades konnte nicht wie geplant zum 26. Mai stattfinden. „Laufen die Bauarbeiten nach Plan, ist eine Öffnung des Bades zu Beginn der Sommerferien (Mitte Juli 2022) möglich“, so die Bäderbetriebe weiter.

Bei den Berliner Bäderbetrieben ging man bis zuletzt davon aus, dass ein neues Kombibad gebaut wird. Aus diesem Grund habe man nicht weiter in die Instandsetzung der Schallwasserkammer investiert. „Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation, dass eine Finanzierung dieses Neubaus aktuell nicht gesichert ist, investieren die BBB nun in die Bestandserhaltung dieses Standorts.“

Kombibad Mariendorf: Informationsveranstaltung für Bürger geplant

In der Bezirkspolitik hatte der abgesagte Neubau Kritik ausgelöst. Auf Initiative der CDU-Fraktion hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempelhof-Schöneberg beschlossen, sich für den Neubau stark machen zu wollen. Zudem soll eine Informationsveranstaltung für die Bürgerinnen und Bürger angeboten werden. Derzeit wird nach einem möglichen Termin gesucht.

Nutzerin Heike Amos beklagt diese lange Zeit der Schließung. In diesem Jahr könne das Sommerbad nur wenige Wochen überhaupt öffnen. Noch dazu habe sie beobachtet: „Von Jahr zu Jahr wurde die Sommeröffnung zeitlich nach hinten verschoben.“ Amos appelliert nun an die Berliner Bäderbetriebe, das Kombibad schnellstmöglich für Besucher zu öffnen.

Das Bezirksamt wurde per Beschluss außerdem dazu aufgefordert, zu prüfen, ob am Standort des derzeitigen Kombibades ein Interimsbad – ein temporäres Hallenbad – errichtet werden könnte. Der Antrag geht auf die Initiative der Grünen zurück. Ein solches Interimsbad war im vergangenen Jahr in Kreuzberg am Standort des Prinzenbades eröffnet worden. Kosten: 3,8 Millionen Euro.