Der Clip ist aufwendig produziert. Mit einer steilen Drohnenfahrt beginnt das erste Video der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) über ihren Hallenbau neben dem Sommerbad Prinzenstraße in Kreuzberg. Bevor die Halle eröffnet wird, bekommen Zuschauer so einen Eindruck vom Gebäude, das im Bezirk lange schon dringend benötigt wird.

Die Eröffnung ist für die nun beginnende neue Saison vorgesehen. Einen Termin konnten die Bäder-Betriebe auf Nachfrage aber noch nicht nennen. Stand der Baukosten war zuletzt 3,8 Millionen Euro. Das Bad befindet sich neben dem beliebten Sommerbad an der Prinzenstraße. Der Eingang des Neubaus ist an der Gitschiner Straße, neben der Hochbahn. So sollte deutlich eine separate Einrichtung zum Freibad entstehen, erklärt im Video Randy Riedel, Mitarbeiter der Bäderbetriebe. Um Fläche zu schaffen, war ein Nebengebäude am Entsorgungsplatz des Sommerbades abgerissen worden.

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Prinzenbad: „Dringender Bedarf an Wasserflächen“

Laut Christian Hammerich, Leiter Betrieb der BBB, war bei Planung und Errichtung wichtig, dass es schnell geht, günstig bleibt und nachhaltig ist. Geplant ist, die provisorische Halle fünf Jahre lang zu nutzen. In Betrieb geht nun eine Halle mit 25-Meter langem Becken und fünf Bahnen. An Wochentagen steht sie Schulklassen und Vereinen zur Verfügung. Am Wochenende ist sie für die Öffentlichkeit geöffnet, so die letzte Planung.

Laut Hammerich gebe es im Bezirk einen „dringenden Bedarf an Wasserflächen“. Das Bad an der Holzmarktstraße schloss schon 2018, das Baerwaldbad ist unnutzbar, das Spreewaldbad Wiener Straße muss wegen Sanierung die Türen schließen. Das Vorhaben wurde bisher auch deswegen aufgeschoben, um bis zur Eröffnung der neuen Halle Gitschiner Straße ein Angebot zu sichern. Gerade Schulklassen und Vereine brauchen in Friedrichshain-Kreuzberg dringend Übungsorte. Derzeit müssen sie bereits auf Nachbarbezirke ausweichen.