Verkehr in Berlin

Tempelhofer Damm: Radspur wird im Frühjahr fertig

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Julia Lehmann
Am Tempelhofer Damm wird gebaut. Während der Fahrradweg entsteht, müssen Fahrrad- und Autofahrer mit Einschränkungen rechnen.

Am Tempelhofer Damm wird gebaut. Während der Fahrradweg entsteht, müssen Fahrrad- und Autofahrer mit Einschränkungen rechnen.

Foto: Sergej Glanze / FUNKE Foto Services

Je nach Witterung können Fahrradfahrer ab April die beidseitige geschützte Radspur am Tempelhofer Damm nutzen.

Berlin. Im Frühjahr wird der Tempelhofer Damm in Tempelhof für Fahrradfahrer sicherer. Dann soll die beidseitig geschützte Radspur zwischen dem U-Bahnhof Alt-Tempelhof und der Ullsteinstraße fertig sein. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Witterungsverhältnisse die Straßenbauarbeiten auch möglich machen, gibt Tempelhof-Schönebergs Verkehrsstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne) zu bedenken. „Die Arbeiten beginnen Alt-Tempelhof Richtung stadtauswärts bis Ullsteinstraße und gehen dann von der Ullsteinstraße stadteinwärts bis Alt-Tempelhof“, erläutert sie den Ablauf. Bedingt durch die Baustelle kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Zunächst haben die Berliner Wasserbetriebe (BWB) damit begonnen, die Abflüsse an das neue Straßenniveau anzupassen. Diese sollen spätestens in der dritten Kalenderwoche des neuen Jahres beendet sein. Es folgen Fräs- und Asphaltarbeiten auf der Strecke und die Herstellung einer neuen Fahrbahn. Mit den Markierungsarbeiten auf der Fahrbahn schließen die Arbeiten ab. Ende März und spätestens im April soll die neue Radanlage dann zur Verfügung stehen, kündigt Ellenbeck an.

Bezirksverordnete lehnen Antrag der Gegeninitiative ab

Viele Fahrradfahrer haben den Radweg herbeigesehnt, blieb ihnen doch bislang nur die Möglichkeit auf der rechten Fahrbahn neben den Autos zu fahren. Zwischen parkenden und fahrenden Fahrzeugen erzeugte dies zuweilen Unsicherheit und brenzliche Situationen im Verkehr. Fahrradverbände hatten deshalb immer wieder die Umsetzung des politischen Beschlusses gefordert, der bereits 2017 auf die Forderung von Bürgerinnen und Bürgern gefällt worden war. Zuletzt waren Kritiker des Radwegs, mit dem Hunderte Parkplätze wegfallen, nicht weniger aktiv. Die Initiative „Tempelhofer Damm für Alle!“ sammelte Unterschriften für einen neuen Einwohnerantrag, mit dem der Radwegbau gestoppt werden sollte. Die Bezirksverordneten lehnten den Antrag im Dezember vergangenen Jahres ab.

In den Gesamtkosten von 2,3 Millionen Euro enthalten ist auch die Neugestaltung einiger Kreuzungsbereiche. Im Zuge des Radwegbaus werden die Gebiete östlich und westlich des Tempelhofer Damms zu Parkzonen erklärt. Die Zonen sollen ebenfalls in diesem Jahr eingerichtet werden.

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