Bei der Explosion in einer Sparkassen-Filiale am Mariendorfer Damm in Tempelhof-Schöneberg am Sonntagmorgen hat sich nach Polizeiangaben einer der Täter eine sehr stark blutende Wunde zugezogen. Das teilten die Ermittler am Dienstag auf der Facebook-Seite der Berliner Polizei mit. Nun werden weitere Zeugen gesucht. Die Polizei fragt, wer in den Morgenstunden des 19. Oktober 2014 eine derartige Verletzung versorgt oder beobachtet hat.
Eine Gruppe bislang Unbekannter hatte am Sonntag kurz vor 7 Uhr in dem Gebäude Sprengsätze detonieren lassen, nachdem sie zuvor etwa 100 Schließfächer leer geräumt hatte. Dabei wurde die gesamte Filiale zerstört. Der ohrenbetäubende Krach hatte Hunderte Anwohner aus dem Schlaf geschreckt, Fenster und Mobiliar der Filiale flogen zum Teil 50 Meter durch die Luft.
Anwohner wollen gesehen haben, wie nach der Explosion ein Auto mit hoher Geschwindigkeit davonfuhr. Bei der Explosion war in der Sparkasse ein Schwelbrand ausgebrochen, der durch die Berliner Feuerwehr gelöscht worden ist. Verletzt wurde niemand.
Unklar ist noch, wann die Täter in die Bank eingedrungen waren. „Etliche Stunden wird es schon gedauert haben, sich Zugang zu verschaffen und die Schließfächer aufzuhebeln“, sagte ein Ermittler. Durchaus möglich sei auch, dass die Kriminellen bereits am Sonnabend in das Geldinstitut eindrangen, ergänzte der Beamte: „Wir wissen es einfach nicht mit Bestimmtheit, bislang hat keiner der befragten Zeugen Informationen geben können, aus denen wir das Eindringen der Täter in die Bank ableiten können“, sagte der Ermittler.
Die Ermittler bitten um weitere Zeugenhinweise und fragen:
Wer hat im Vorfeld der Tat verdächtige Beobachtungen gemacht?
Wer hat zur Tatzeit verdächtige Wahrnehmungen gemacht?
Wer kann Angaben zu den Tätern machen?
Wer kann Angaben zum Fluchtfahrzeug und zur Fluchtrichtung machen?
Wer kann sonstige sachdienliche Angaben machen?
Hinweise nimmt unser Landeskriminalamt am Tempelhofer Damm 12 in 12101 Berlin unter der Telefonnummer (030) 4664-945101, per E-Mail unter lka451@polizei.berlin.de oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
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