Von der Stadträtin zur Staatssekretärin: Cerstin Richter-Kotowski (CDU), momentan noch für Kultur, Bildung und Sport im Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf zuständig, soll in den Berliner Senat wechseln. Die 63-Jährige wird die Nachfolgerin von Sarah Wedl-Wilson, die von der Kulturstaatssekretärin zur Senatorin für Kultur befördert wird. Die Ernennung zur Staatssekretärin werde voraussichtlich am 12. Juni erfolgen, sagte Cerstin Richter-Kotowski auf Anfrage der Morgenpost.

Die Neubesetzung an der Spitze der Kulturverwaltung wurde notwendig, weil der bisherige Senator Joe Chialo (CDU) zurückgetreten war. Er hatte aufgrund der Sparzwänge für die Kultur, die er nicht in diesem Umfang mittragen wollte, um seine Entlassung gebeten.
Gutes Vertrauensverhältnis für die neue Aufgabe
Die Anfrage sei „plötzlich gekommen“ und sie hätte sich zunächst Bedenkzeit ausgebeten, sagt Richter-Kotowski. Denn es sei eine immense Aufgabe, für die man ein gutes Vertrauensverhältnis brauche. Aber nach Gesprächen mit Sarah Wedl-Wilson und auch mit ihrer Familie, habe sie zugesagt.
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Als Vorteil sieht es die designierte Staatssekretärin an, dass sie eine sehr große Verwaltungserfahrung mitbringt. Seit 20 Jahren ist sie im Bezirksamt tätig, davon war sie von 2016 bis 2021 Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf. Dazu kommen noch zehn Jahre Parlamentserfahrung.
Im Bezirksamt greift zunächst die Vertretungsregelung. Demzufolge übernimmt Tim Richter (CDU), Stadtrat für Bürgerdienste und Soziales, die Aufgaben aus dem Kulturbereich. Wer Nachfolger auf dem Stadtratsposten wird, bestimmt die CDU-Fraktion, „sie hat das alleinige Vorschlagsrecht“, so Richter-Kotowski. Die Bezirksverordneten müssen darüber abstimmen.



