Nun ist es raus. Das Berliner Autohaus König ist der neue Eigentümer der ehemaligen Raststätte Dreilinden an der Avus am früheren Grenzübergang „Checkpoint Bravo“. Das 1966 in Berlin gegründete Familienunternehmen wird in zweiter Generation geführt und hat bundesweit über 80 Filialen sowie 1300 Mitarbeitende.
„Wir werden diesen Standort mit Vorsicht, dem gebührenden Respekt und unter den geltenden Denkmalschutzauflagen wiederherstellen. Die ursprüngliche Architektur soll vollständig erhalten und wiederbelebt werden“, so der Geschäftsführer Dirk Steeger. Dafür stehe man im engen und konstruktiven Austausch mit den Behörden. Dreilinden sei ein Wahrzeichen, das es zu revitalisieren gelte.
Auch hat der neue Eigentümer bereits konkrete Pläne für das Pop-Art-Gebäude und das 5000 Quadratmeter große Grundstück: „Die Raststätte soll wieder in einen Gastronomiebetrieb und Treffpunkt für Automobilbegeisterte umgewandelt werden. Zudem planen wir die Schaffung von Büro- und Meeting- und Eventräumen.“ Bei der Planung dürfe des Weiteren die DNA des Autohauses nicht fehlen und man sei zukunftsgewandt. „Wir möchten Dreilinden als Symbiose und Zeichen des Wandels auch hin zur E-Mobilität etablieren“, so Steeger.
Raststätte Dreilinden: Der Stillstand ist endlich Geschichte
Der denkmalgeschützte Bau des Architekten Rainer Gerhard Rümmler ist seit Jahren ungenutzt und Vandalismus und Verfall ausgesetzt. Der vorherige Besitzer hatte verschiedene, teils unkonventionelle Ideen für das geschichtsträchtige Areal, die jedoch nie umgesetzt wurden: Zuerst wollte es der ehemalige Eigentümer zu einem Lagerplatz für Baumaschinen machen, dann zu einem Ausstellungsort für chinesische Natursteine. Beide Ideen lehnte der Bezirk Steglitz-Zehlendorf wegen der exponierten Lage des Baudenkmals vor den Toren der Stadt ab. Genauso wie die Vorschläge eines Vergnügungspark oder einer Bootsausstellung. Dann, 2014, einigten sich beide Seiten auf ein Oldtimerzentrum – doch nichts geschah.
In den letzten Jahre versuchte der ehemalige Eigentümer den Standort zu verkaufen. Lange ohne Erfolg. Nun hat sich das geändert. Für das geschichtsträchtige Gebäude bedeutet das wohl Gutes.
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