Berlins Umweltsenator Andreas Geisel (SPD) hat das ab Mai geplante Hundeauslaufverbot am Schlachtensee und an der Krummen Lanke verteidigt. Auf diese Maßnahme hätten sich seine Verwaltung und das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf verständigt, sagte Geisel am Donnerstag im Abgeordnetenhaus.

Der Grunewaldsee sei schon ökologisch gekippt, weil Hunde dort badeten, begründete der Senator das künftige Verbot. Damit dies nicht am Schlachtensee und an der Krummen Lanke auch passiere, werde das Verbot für Hunde dort vorsorglich ausgesprochen.

Hunde dürften auf einem 5,50 Meter breiten Streifen von der Uferlinie aus nicht herumlaufen. „So sichern wir die Badequalität der beiden Seen“, betonte Geisel. Ganz in der Nähe im Südwesten Berlins gebe es das größte Hundeauslaufgebiet Deutschlands.

Mit dem Start der Badesaison am 15. Mai 2015 gelten im Hundeauslaufgebiet Grunewald neue Grenzen für den Freilauf der Vierbeiner. Das Ausführen der Hunde an den beiden Seeufern ist dann – auch an der Leine – verboten. Sie dürfen nur noch nördlich der Seen auf dem Waldweg entlang geführt werden. Das Baden der Hunde war in den Seen ohnehin untersagt. Es ist aber weiterhin im Grunewaldsee möglich.

Der Schlachtensee und die Krumme Lanke sind als EU-Badestellen gemeldet und auch als solche gekennzeichnet. Das Berliner Hundegesetz sieht vor, dass die Tiere an gekennzeichneten Badestellen nicht mitgeführt werden dürfen. Zuvor war auch der Grunewaldsee eine EU-Badestelle. Dort hätte laut Bezirk durch den Hundekot die Zahl der Bakterien so stark zugenommen, dass es keine Badestelle mehr sei.

dpa/BM