Deutlich früher als geplant werden an diesem Montag auch die zwei stadteinwärts führenden Fahrspuren auf der Behelfsbrücke, die die rund 100 Jahre alte Freybrücke in Spandau während des Neubaus ersetzt, für den Verkehr freigegeben. Zugleich wird die Lastbeschränkung auf 18 Tonnen aufgehoben. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit. Damit wird die bisherige Staustelle entschärft.
Mit der nun erfolgten Freigabe wird die stark geschädigte alte Freybrücke vollständig außer Betrieb genommen und für den Abriss vorbereitet.
Die Senatsverwaltung weist darauf hin, dass während der Verkehrsumstellung, die für Montagvormittag geplant ist, größere Behinderungen auftreten können. Tatsächlich staute sich der Verkehr am Montagmorgen zurück bis zum Magistratsweg.
Wichtige Verkehrsverbindung
Die Freybrücke überquert im Zuge der Heerstraße (Bundesstraße 2 und 5) die Havel und verbindet die Stadtbezirke Spandau und Charlottenburg/Wilmersdorf. Ihr Zustand war im Rahmen einer Brückenprüfung als nicht mehr ausreichend eingestuft. Ein Ersatzneubau ist nach Senatsangaben zwingend erforderlich. Der Verkehr wird nun vollständig über die Behelfsbrücke mit vier Fahrspuren sowie einem Geh- und Radweg geführt. Stadtauswärts wurde sie bereits von den Fahrzeugen genutzt.
Nun kann auch der Schwerlastverkehr, der auf Grund der Lastbeschränkung der Freybrücke auf 18 Tonnen zwischenzeitlich über eine eingerichtete Umleitungsstrecke geleitet werden musste, durch die Inbetriebnahme der Behelfsumfahrung wieder vollständig die Bundesstraße B2/5 befahren.
Im Januar 2014 war das Bauwerk überraschend für Busse und Laster gesperrt worden, weil ein Pfeiler sich gesetzt hatte.
Es wird erwartet, dass der Neubau Ende 2015 fertig ist. 33 Millionen Euro Baukosten trägt im Wesentlichen der Bund. Berlin muss 5,4 Millionen Euro beisteuern.
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