Ein Schnitzel, größer als der Teller, auf dem es serviert wird. So sah am Sonnabendnachmittag die Belohnung für Senta aus. Die zwölf Jahre alte Hündin, ein Schäferhund-Mix, hatte in der Nacht zuvor ihre Herrin Andrea V. beschützt und drei maskierte und mit einem Messer bewaffnete Räuber erfolgreich in die Flucht gebissen.
Es war nach Mitternacht in Berlin-Spandau, die 35-jährige Frau hatte den Abend bei ihrem besten Freund Andreas K. verbracht. K., ebenfalls Hundebesitzer, begleitete seine Bekannte auf ihrem Heimweg. „Ich habe mir meinen Hund geschnappt und bin mit Andrea und ihrer Hündin mitgelaufen“, sagt er.
Gegen 0.20 Uhr wurden sie an der Parkstraße im Spandauer Ortsteil Hakenfelde von drei Maskierten aufgehalten. „Plötzlich standen drei Typen vor uns und haben Geld gefordert. Die hatten Skimasken übergezogen“, sagt K. Er habe noch verbal Widerstand geleistet.
An der Aussprache der drei Unbekannten hätten er und Andrea V. erkannt, dass es sich bei den drei Räubern nicht um deutsche Muttersprachler gehandelt habe.
Ein Täter zog ein Messer
„Dann hat einer der drei Männer plötzlich ein Messer gezogen und uns damit bedroht“, sagt K. Da war ihm sofort klar, dass er für das Geld kein Risiko eingehen würde. „Ich hatte dummerweise noch 300 Euro in der Hosentasche“, sagt er. „Ich hatte vergessen, das Geld zu Hause zu lassen.“
Zu diesem Zeitpunkt tobten der Schäferhund-Mix und der Jack Russel noch miteinander. Erst als der 32-Jährige dem einem Maskierten die Geldbörse überreichte, ahnte Hund Senta die Gefahr, in der sich das Paar befand.
„Der eine Täter fing an, uns nach noch mehr Geld und Handys abzutasten“, sagt Andrea V., dabei habe er immer wieder mit dem Messer gedroht. „In diesem Moment ist mein Hund auf die drei Männer losgegangen und hat dem einen ins Knie gebissen. Die sind dann sofort weggerannt.“ Nach Angaben K.s sind die drei Täter in Richtung Neuendorfer Straße geflüchtet. „Mein Geld ist zwar weg, aber dank Senta habe ich noch mein teures Smartphone.“
ag





