Wachkomapatient

Tascha soll Therapiehund werden und bei Dylan bleiben

Tascha gilt im brandenburgischen Schönwalde als gefährlicher Hund. Zu gefährlich, um bei der Familie des zehnjährigen Wachkomapatienten Dylan zu leben. Doch nun zeichnet sich eine Lösung ab.

Foto: Erna-Graff-Stiftung / dpa

Hund Tascha soll bei dem schwerkranken zehnjährigen Dylan aus Schönwalde/Glien (Havelland) bleiben.

Für den behördlich als gefährlich geltenden American Staffordshire sei beim Gemeindeamt ein Ausnahmeantrag eingegangen, worden, sagte Bürgermeister Bodo Oehme (CDU). Jetzt werde genau geprüft, ob Tascha als Therapiebegleithund gelten könne. Die Erna-Graf-Stiftung für Tierschutz aus Berlin will dies erreichen.

Als die Familie von Berlin in das brandenburgische Schönwalde umzog, stand die Hündin plötzlich auf einer Liste, weil sie wegen ihrer Rasse dort als „zu gefährlich“ eingestuft wird. Nach einem Vorfall, bei dem ein anderer Hund verletzt wurde, hatte das Amt angeordnet, dass Tascha die Familie verlässt.

Kind und Hund verbindet jedoch offenbar eine innige Freundschaft – laut Angehörigen hat der Hund eine beruhigende Wirkung auf den Jungen. Dylan liegt seit seiner Geburt im Wachkoma. Die Eltern sagen, dem Kind gehe es deutlich besser, es sei viel ruhiger, wenn der Hund in seiner Nähe sei.

Die Geschichte von dem Jungen, der von seinem vierbeinigen Freund vom Amt getrennt werden soll, bewegt viele Menschen. Bei Facebook wurde eine Unterstützerseite eingerichtet, die Freitagnachmittag bereits 111.000 Unterstützer gefunden hatte.