Nach der kurzfristigen Schließung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin (TU) am Ernst-Reuter-Platz bringt der Bezirk Reinickendorf einen möglichen Ausweichstandort ins Gespräch: das leerstehende ehemalige Telekom-Areal in Tegel. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) teilte am Freitag mit, Berlin dürfe es sich nicht leisten, dass eine der wichtigsten technischen Hochschulen Deutschlands „dauerhaft im Krisenmodus arbeitet“. Der Bezirk sehe daher das Areal an der Wittestraße als schnelle und praktikable Übergangslösung.

Das Gebäudeensemble „Top Tegel“ umfasst nach Angaben des Bezirksamts mehr als 12.000 Quadratmeter Nutzfläche, die sofort für Büros und Schulungen nutzbar wären. Zusätzlich verweist der Bezirk auf die verkehrsgünstige Lage, zahlreiche Fahrradstellplätze sowie ein Parkhaus mit rund 1.000 Stellplätzen.

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Einschränkungen gibt es allerdings bei der ÖPNV-Anbindung: Die nahegelegene U-Bahnlinie U6 ist derzeit aufgrund von Bauarbeiten teilweise unterbrochen, zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel verkehren Ersatzbusse.

Feuchtigkeitsschäden: Betrieb an TU läuft eingeschränkt weiter

Hintergrund der Überlegungen ist die plötzliche Schließung des TU-Hauptgebäudes an der Straße des 17. Juni vor rund einer Woche. Grund sind erhebliche bauliche Mängel, darunter massive Feuchtigkeitsschäden im Keller, die nach Angaben von TU-Präsidentin Fatma Deniz die Stromversorgung sowie den Brandschutz gefährden.

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Die Universität hatte daraufhin angekündigt, Lehrveranstaltungen, Veranstaltungen und Teile der Verwaltung kurzfristig auf andere Standorte zu verlagern oder digital anzubieten. Der Betrieb läuft seither nur eingeschränkt weiter.