Der Bezirk Pankow plant am S-Bahnhof Greifswalder Straße auf einer derzeit als Parkplatz genutzten Brache den Bau eines Gymnasiums und neuer Wohnungen. Wie der rbb berichtet, habe sich der Bezirk mit einem Investor auf einen Entwurf für die Bebauung des Areals geeinigt.

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Das Gelände ist ein ehemaliger Güterbahnhof; das Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1870 soll laut dem Medienbericht als „Herzstück“ des neuen Quartiers erhalten bleiben. Investor Christian Gérôme, der das Gelände 2011 erworben habe, kündigte demnach an, dass um den Güterbahnhof bis zu 400 Wohnungen entstehen sollen – für unterschiedliche Einkommensgruppen.

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Pankow nutzt für Vorhaben eventuell „Bau-Turbo“

Rund 30 Prozent der Wohnungen würden den Landesvorgaben entsprechend für WBS-Berechtigte reserviert. Etwa 120 Sozialwohnungen solle eine städtische Wohnungsbaugesellschaft übernehmen und vermieten. Überwiegend seien Mikroapartments vorgesehen, mit Mieten zwischen 15 und 20 Euro pro Quadratmeter. Das sei für Berliner Verhältnisse relativ günstig, so Gérôme gegenüber rbb; anders ließen sich die hohen Baukosten nicht refinanzieren.

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Vorgesehen seien ein lang gezogener Wohnriegel und ein Hochhaus. Sechs Architekturbüros sollten Entwürfe erarbeiten. Bis September werde ein Sieger-Entwurf feststehen. Auch Pankows Baustadtrat Cornelius Bechtler (Bündnis 90/Die Grünen) drängt auf Tempo, so der rbb. Der Bezirk erwäge den Einsatz des sogenannten „Bau-Turbos“. Dieses von der Bundesregierung im vergangenen Jahr eingeführte Maßnahmenpaket ermögliche Abweichungen vom bestehenden Planungsrecht und Genehmigungen für Wohnungsbauprojekte innerhalb von drei Monaten.

Club und Kinderzirkus müssten weichen

Für Kulturbetriebe auf dem Gelände – darunter ein Club und ein Kinderzirkus – hätte das voraussichtlich Konsequenzen. Sie müssten das Areal verlassen, sobald die Baugenehmigung vorliegt. Das sei von Beginn an so vereinbart gewesen, sagt Gérôme. Ein Skatepark solle hingegen bleiben.

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Neben den Wohnungen seien ein Supermarkt, Gastronomie und weitere Geschäfte geplant. Läuft alles nach Plan, soll der Bau im kommenden Jahr beginnen, berichtet rbb; die Fertigstellung der Wohnungen werde laut Investor in zwei bis vier Jahren erwartet.

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