Eine Reihe Maßnahmen sollen in Zukunft dafür sorgen, dass sich die stark geschwundene Natur am Ufer des Weißen Sees in Pankow erholt. Insbesondere der Bau einer Hecke soll dabei das Wildbaden eindämmen, das an dem See über die letzten Jahre immer wieder zu tödlichen Unglücken geführt hat. Wie das Bezirksamt am Donnerstag mitteilte, soll der Bau zur Sicherung und Gestaltung des Uferbereichs im Park am Weißen See am kommenden Mittwoch, 15. Oktober, starten. Bereits seit dieser Woche laufen vor Ort Bauvorbereitungen.
Weißer See in Pankow: Uferbereiche weggebrochen
Der Bezirk plant, in den kommenden Monaten die stark erodierten Uferstellen durch Bodenanschüttungen zu stabilisieren und das Gelände somit langfristig zu sichern. „Flachwasserzonen und Böschungen werden mit standorttypischen Gewächsen bepflanzt, um das ökologische Gleichgewicht zu stärken und die Artenvielfalt zu fördern“, heißt es.
Besonders auffällig sein wird eine fast einen Kilometer lange Benjeshecke, die aus Totholz, Robinienpfählen sowie Rankhilfen besteht. Sie wird entlang weiter Teile des Ufers entstehen, soll als Rückzugsort für Wildtiere wie Wasservögel dienen und zugleich den direkten Zugang zu besonders empfindlichen Abschnitten einschränken.
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Darüber hinaus sollen im Rahmen des Projekts die beiden geplanten Aufenthaltsbereiche errichtet und umgestaltet werden. Diese entstehen neben dem ehemaligen Milchhäuschen am Nordufer und vor den Seeterrassen am Südufer. Ebenfalls vorgesehen: zwei neue barrierearme Aussichtsplattformen, sogenannte Seebalkone. Sie sollen Ausblicke auf den See sowie Beobachtungen der Tierwelt ermöglichen. Begleitend sollen Wildwiesen gesät, Landschaftsrasen angelegt und Wege dorthin mit Natursteinen errichtet werden.
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Wie lange die Arbeiten dauern und was das für Besucher bedeutet
Die Sanierung im Park am Weißen See wurde seit September 2023 von einem Beteiligungsverfahren begleitet. Einige der nun geplanten Maßnahmen zur Klimaanpassung resultieren aus Ideen, die Bürger online oder in verschiedenen Werkstätten vor Ort eingebracht haben.
„Der Park am Weißen See ist nicht nur ein beliebter Erholungsort für viele Berliner, sondern auch ein empfindlicher und zuletzt stark in Mitleidenschaft gezogener Naturraum“, teilt Ordnungsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) mit. „Durch die anstehenden baulichen Maßnahmen soll das Ufer langfristig gegen Erosion gesichert werden. Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden erhalten bzw. besser geschützt sein“, ergänzt sie. Zugleich bittet Anders-Granitzki um Verständnis für die temporären Einschränkungen, die während der Bauzeit – voraussichtlich bis Frühjahr 2026 – auftreten können.

Donnerstag
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Die Kosten für das Teilprojekt zur Ufersicherung und Gestaltung belaufen sich auf rund 1,9 Millionen Euro, finanziert aus Bezirks-, Landes- und Bundesmitteln.






