Zusammenfassung
- Die BVG reagiert auf die überfüllten Ersatzbusse der Straßenbahnlinie M1 mit einer Zweiteilung der Strecke
- Eine Petition mit über 1000 Unterschriften führte zur Überarbeitung des Ersatzverkehrs zwischen Rosenthal, Niederschönhausen und Eberswalder Straße
- Die neue Lösung soll die Stabilität und Kapazität im nördlichen Bereich des S&U-Bahnhofs Pankow erhöhen
Wenn Busse eine Straßenbahn ersetzen, dann ist etwas Grundsätzliches klar: Fahrgäste kommen später ans Ziel, verlieren an Komfort und Geschwindigkeit auf der Baustrecke, brauchen Geduld und Stehvermögen. Was aber derzeit der Ersatzverkehr der Straßenbahnlinie M1 an Entbehrungen mit sich bringt, das war zu viel.

Donnerstag
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Eine Petition zur Überarbeitung der Verkehrslösung zwischen Schillerstraße und Rosenthal Nord und Eberswalder Straße in Prenzlauer Berg zeigt nun Wirkung. Auf Morgenpost-Anfrage gibt die BVG bekannt: Der Tram-Ersatzverkehr mit Bussen auf der Linie M1 wird ab sofort gesplittet. Und soll dadurch hoffentlich verlässlicher und schneller ans Ziel gelangen.
Konkret bedeutet das: Es kommt zu einer Zweiteilung der Busstrecken in einen nördlichen und einen südlichen Bereich. Die Unterteilung findet am S&U-Bahnhof Pankow statt, wo Fahrgäste aus Niederschönhausen, Rosenthal die Chance haben, auf die wesentlich schnellere U-Bahnlinie U2 umzusteigen. Oder in einen zweiten Ersatzbus, der die Reststrecke des M1-Ersatzverkehrs bis zum U-Bahnhof Eberswalder Straße bedient.
Berlin-Pankow: BVG reagiert auf Kritik am Ersatzverkehr der Linie M1

„Die Kapazitäten des SEV werden damit bedarfsgerechter an dem zu erwartenden Fahrgastaufkommen ausgerichtet“, heißt es zur neuen Lösung. Im Rahmen von verschiedenen Ortsbegehungen hätten Experten der BVG zuvor „die Situation sowie die Auslastung auf den unterschiedlichen Streckenabschnitten eingehend analysiert“. Ziel soll es jetzt sein, „die Stabilität und Kapazität im nördlichen Bereich des S & U-Bahnhofs Pankow zu erhöhen, in dem die Fahrgäste besonders wenig Ausweichmöglichkeiten haben“.
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Vor Inkrafttreten der neuen Zweiteilung des Bus-Ersatzverkehres hatte die Online-Petition von unzufriedenen Fahrgästen über 1000 Unterschriften gesammelt. Darin heißt es zur Problemschilderung: „Diese Ersatzbusse sind zu allen Zeiten völlig überfüllt. Ein einzelner Gelenkbus kann keine vollbesetzte Straßenbahn ersetzen. Es kam bereits zu einzelnen Verletzungen durch zu starkes Gedränge. Menschen mit Kinderwagen oder Rollator haben keine Chance, diese Ersatzbusse nutzen zu können, da kein Platz für sie ist.“
BVG räumt Probleme mit Überfüllung ein – Busse stecken fest im Stau

Auch im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses lief das Thema zwischenzeitlich auf. Und rief bei den Fraktionen herbe Kritik hervor. Nun also reagiert die BVG auf die Missstände – zumal die Bus-Ersatzverkehrslösung wegen Bauarbeiten auf der Berliner Straße im Pankower Zentrum bis Ende Juni 2025 anhalten sollen.
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Dass es in den vergangenen Tagen zur Überfüllung und Unpünktlichkeit kam, führen die Verkehrsbetriebe auf das allgemeine Staugeschehen auf Pankows Straßen zurück. „Überlastungen beim SEV der M1 sind insbesondere durch staubedingte Verspätungen aufgetreten“, lautet die Analyse. Ob und wie die Splittung der Bus-Strecke wirklich zu Verbesserungen führt? Das muss sich in den kommenden Wochen zeigen.




