Die BVG will nächste Woche am Mittwoch, 19. März, und am Donnerstag, 20. März, streiken. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Freitagnachmittag mit. Der Ausstand beginnt mit Betriebsbeginn am Mittwoch und endet mit Betriebsbeginn am Freitag, 21. März.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

„Das letzte Tarifangebot der BVG bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück, da es die drastischen Preissteigerungen der letzten Jahre und den deutlichen Lohnabstand im bundesweiten Vergleich nicht ausreichend kompensiert. Dies ist das Ergebnis der ausführlichen Befragung der Beschäftigten nach der letzten Verhandlungsrunde am 12. März 2025“, schrieb Verdi in einer Mitteilung.

Auch interessant

Verdi erkannte zwar an, dass die BVG ihr mit der 24-monatigen Vertragslaufzeit entgegengekommen sei. „Dennoch reicht das Gesamtpaket nicht aus, um die harte Arbeit der Beschäftigten angemessen zu honorieren“, betonte Verhandlungsführer Arndt. Nach einem mehrtägigen Austausch mit den Beschäftigten entschied die Tarifkommission nun, mit einem weiteren Arbeitskampf den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde zu erhöhen.

BVG prüft rechtliche Schritte wegen des Streiks

Die Gewerkschaft fordert die BVG auf, beim nächsten Verhandlungstermin am 21. März ein deutlich verbessertes Angebot vorzulegen, das der verantwortungsvollen Arbeit der Beschäftigten Rechnung trage, so Verdi.  Sollte es dann erneut keinen Abschluss geben, könnte der Konflikt weiter eskalieren. Verdi hat für diesen Fall eine Urabstimmung über unbefristete Streiks angekündigt. Mindestens 75 Prozent der teilnehmenden Mitglieder müssten dafür zustimmen. Der bisher längste Arbeitskampf lief über 48 Stunden. Nach einer Urabstimmung wären deutlich längere Zeiträume möglich.

Die BVG kritisierte den Streikaufruf deutlich. Das Unternehmen behalte sich rechtliche Schritte mit Blick auf die Verhältnismäßigkeit des Arbeitskampfes vor, hieß es. „Verhandeln bedeutet aufeinander zuzugehen“, teilte Personalvorständin Jenny Zeller-Grothe mit. „Jetzt ist Verdi an der Reihe, einen Kompromissvorschlag zum Thema Entgelt an den Tisch zu bringen, statt weiter an Maximalforderungen festzuhalten. Der Ball liegt bei Verdi.“

Wieder dürften an den beiden Streiktagen nahezu sämtliche Busse, Straßen- und U-Bahnen im Depot bleiben. Es ist der inzwischen vierte Arbeitskampf in der laufenden Tarifrunde mit der BVG. Nicht betroffen sind auch dieses Mal der S- und Regionalverkehr. Es ist mit vollen Straßen und einer hohen Nachfrage nach Alternativen wie Taxis oder Sharingdiensten zu rechnen. BM/dpa