Der Senat hat in seiner Sitzung auf Vorlage von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die Fortführung der Planungen zweier Straßenbahnstrecken in das neue Stadtquartier Elisabeth-Aue beschlossen, wo ab 2026 bis zu 5000 neue Wohnungen entstehen sollen.

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Senatorin Bonde erklärte zu dem Verkehrsprojekt: „Mit der Verlängerung der Linien 50 und M 1 schaffen wir für die mehr als 10.000 Berlinerinnen und Berliner, die in der Elisabeth-Aue leben, wohnen und arbeiten werden, eine attraktive Anbindung an den ÖPNV.“

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Elisabeth-Aue: Neue Streckenabschnitte für 2030 vorgesehen

Die Inbetriebnahme der circa 3,5 Kilometer langen Neubauabschnitte ist nach derzeitigem Planungsstand für das Jahr 2030 vorgesehen. Zur Erschließung soll die Linie 50 ab der Wendeschleife Guyotstraße und die Linie M 1 auf der Dietzgenstraße bis in die Elisabeth-Aue verlängert werden, die dann also durch zwei Straßenbahnlinien bedient wird.

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Das Areal der Elisabeth-Aue.© BM Grafik | Babette Ackermann-Reiche

Die Verlängerung der Straßenbahnstrecken schafft umsteigefreie Verkehrsbeziehungen in die Zentren der Ortsteile Niederschönhausen und Pankow, zum S-Bahnhof Pankow-Heinersdorf, zum S- und U-Bahnhof Pankow sowie zum Bezirk Mitte.

Nicht nur auf Senatsebene, sondern vor allem in der Bezirkspolitik gilt dieser sogenannte Ringschluss als der Straßenbahnlinien M1 und 50 als Grundbedingung, um in die heiße Phase für die Planung eines neuen Wohnquartiers auf der Agrarfläche westlich von Französisch Buchholz einzusteigen. Schon im Dezember hatte die Berliner Morgenpost darüber berichtet, dass die seit Jahren fragliche Straßenbahn-Planung mit neuen Streckenästen in Richtung Elisabeth-Aue nun gesichert ist. Und ein Durchbruch beim Großprojekt kurz bevorsteht.

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Allerdings herrscht nach wie vor Dissens darüber, ob eine Anbindung des Stadtviertels per Tram ausreicht, um eine Maximalbebauung des Feldes mit 5000 Wohnungen durchführen zu können – so wie es SPD-Bausenator Christian Gaebler anstrebt. Im Bezirk Pankow werden immer wieder Forderungen laut, das Bauvolumen unter 1000 Wohnungen zu begrenzen, weil der Infrastruktur ansonsten eine Überlastung droht.

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Fest steht, dass neben dem Wohnquartier auch eine neue Schule und eine Flüchtlingsunterkunft mit 500 Plätzen entstehen soll, die ein vorhandenes Containerdorf auf der Elisabeth-Aue ersetzten wird.

Zweite Verkehrslösung für das Quartier Blankenburger Süden

Auch für ein zweites neues Stadtquartier im Pankow, dem Blankenburger Süden mit bis zu 8000 Wohnungen, bestätigte der Senat in einer Mitteilung am Dienstag eine Verkehrslösung. Sie sieht die Neuordnung von Straßenknoten im Ortsteil Heinersdorf vor. Laut Auskunft von Bausenator Gaebler und Verkehrssenatorin Bonde sind jetzt die Grundzüge der Planung für die sogenannten Netzelemente 1 und 2 der Verkehrslösung Heinersdorf beschlossen.

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Mit der Neuordnung des Verkehrs durch die Straßennetz-Elemente will man den heutigen Ortskern Heinersdorf vom Durchgangsverkehr entlasten. Dies sei „eine Voraussetzung zur städtebaulichen Aufwertung und für die Verbesserungen bei ÖPNV, Rad- und Fußverkehr in diesem Bereich“, heißt es aus dem Senat. Außerdem gilt dieses Verkehrsvorhaben als wichtige Voraussetzung für die Einfügung der ebenfalls fest eingeplanten Straßenbahntangentiallinie Pankow-Weißensee und für die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 in das Zukunftsquartier Blankenburger Süden.

lp, tsc