Wieder ein Fall von Rußrindenkrankheit, wieder eine Notfällung im Bezirk Pankow: Rund 25 Bäume sägt eine Fachfirma ab, um Anwohner und Passanten zu schützen. Diesmal meldet die Abteilung von Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) einen Ausbruch der Baum-Seuche im Einsteinpark an der Großsiedlung Michelangelostraße in Prenzlauer Berg und erklärt einen Kahlschlag für unvermeidlich.
Dass der Befall, der sich durch Freisetzung von dunklem Staub äußert, zur sofortigen Rodung der Bäume führt, liegt an seiner potenziell giftigen Wirkung auf Menschen. Verantwortlich für die Rußrindenkrankheit sei ein Schaderreger, der auch für den Menschen gesundheitsschädlich sein kann, erklärt das Bezirksamt in einer Mitteilung. Freigesetzter Staub mit Pilzsporen könne vor allem solchen Berlinern gefährlich werden, die an einer Vorerkrankung im Bereich der Atemwege leiden.
Rußrindenkrankheit in Berlin-Prenzlauer Berg: Bäume werden verbrannt

Auch ein Erhalt der befallenen Ahorne ergibt aus Sicht der Experten im Straßen- und Grünflächenamt keinen Sinn. Bei den befallenen Bäumen führe die Krankheit unausweichlich zum Absterben, heißt es. Bei der Beseitigung der Ahorne im Einsteinpark gehen Fachleute auf Nummer sicher: „Die Bäume werden gesondert, in dafür vorgesehenen Containern entsorgt und unter Aufsicht verbrannt, sodass sich die Sporen nicht weiterverbreiten können“, beschreibt der Bezirk das Vorgehen.
Mit dem Verlust der Ahorne setzt sich eine Misere fort, die im Frühjahr 2023 im Anton-Saefkow-Park und Umgebung begann. Damals mussten insgesamt 180 Gehölze weichen, als Kontrolleure einen Ausbruch der Rußrindenkrankheit entdeckten. Und auch in diesem Jahr ist eine weitere Verbreitung nach Einschätzung des Bezirks nicht ausgeschlossen. „Zurzeit führen wir tägliche Baumkontrollen durch, um eine mögliche Ansteckung frühzeitig zu erkennen. Wir werden uns bemühen, die gefällten Bäume möglichst schnell zu ersetzen“, betont Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU).
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