100 Jahre nach Erfindung des Sternenprojektors begeistern die Planetarien und Sternwarten in Berlin immer mehr Menschen. Im Jahr 2023 lockten die Angebote erstmals mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher in astronomischen Einrichtungen der Stadt. Das waren noch einmal fast 100.000 mehr als im Rekordjahr davor, obwohl ein Planetarium schließen musste.

Tim Florian Horn, Vorstand der Stiftung Planetarium Berlin, freut sich über den großen Andrang im Jubiläumsjahr. Ein breitgefächertes Angebot aus Astronomie, Wissenschaft und Kultur trage dazu bei, den Menschen die „Schönheit des Universums“ näherzubringen. „Unser Ziel ist es, auch 2024 so viele Menschen wie möglich mit unseren kosmischen Programmen zu erreichen“, so der Vorstand.

Stiftungs-Vorstand Tim Florian Horn bei der Steuerung einer Vorführung im Zeiss-Großplanetarium.
Stiftungs-Vorstand Tim Florian Horn bei der Steuerung einer Vorführung im Zeiss-Großplanetarium.© FUNKE Foto Services | Maurizio Gambarini

Berlin: So viele Besucher hat allein das Zeiss-Großplanetarium

In Zahlen bedeutet das: 509.180 Menschen besuchten nach Angaben der Stiftung Planetarium Berlin in 2023 in Zeiss-Großplanetarium, Archenhold- und Wilhelm-Foerster-Sternwarte und das Planetarium am Insulaner zusammen. Und das, obwohl letzteres seit Juli 2023 für Modernisierungsarbeiten geschlossen ist. Schon im Vorjahr hatten die Häuser trotz teilweise noch bestehender Corona-Beschränkungen mit 411.335 Besuchern einen Rekord aufgestellt.

Ein Großteil der Besucher entfiel dabei mit etwas mehr als 351.000 auf das Zeiss-Großplanetarium im Bezirk Pankow. Das waren gut 67.000 mehr als im Vorjahr. Es ist damit nach Angaben der Stiftung das erneut meistbesuchte Planetarium im deutschsprachigen Raum. Die Archenhold-Sternwarte in Treptow-Köpenick steigerte ihre Besucherzahl um gut 6000 auf 36.000.

Planetarium am Insulaner wird ausgebaut

Rückgänge verzeichnete hingegen das Planetarium am Insulaner als auch die Wilhelm-Foerster-Sternwarte im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Mit 54.000 Besuchenden schnitt das in der zweiten Jahreshälfte im geschlossene Haus um Vergleich zu gut 67.000 Menschen im Vorjahr allerdings noch erstaunlich gut ab. Das Planetarium am Insulaner soll voraussichtlich im kommenden Jahr wiedereröffnen, dann umfassend modernisiert und zu einem Bildungszentrum ausgebaut. Wegen der fehlenden Möglichkeit, die benachbarten Einrichtung zu besuchen, kamen nach Aussage der Stiftung 2023 nur etwas mehr als 14.000 anstatt gut 16.000 Besuchern in die Sternwarte.

So soll das Planetarium am Insulaner nach der Modernisierung ab 2025 aussehen.
So soll das Planetarium am Insulaner nach der Modernisierung ab 2025 aussehen.© Stiftung Planetarium Berlin | Stiftung Planetarium Berlin

Zufrieden zeigte sich die Stiftung auch mit den Besuchszahlen externer Veranstaltungen. 6500 Personen kamen demnach zur „10. Langen Nacht der Astronomie“, 6000 besuchten die „Lange Nacht des Insulaners“. Das mobile Wissenschaftstheater „Intense“ nutzten rund 9000 Kita-Kinder und Schüler aus ganz Berlin. Stiftung und Astronomische Gesellschaft zeichneten sich bei einer deutschlandweiten Roadshow des Bundesministeriums Bildung und Forschung für das Programm verantwortlich und erreichten mit einem mobilen Planetarium in 15 Städten demnach mehr als 32.000 Besucher.

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