„Lichtverschmutzung“ nennt sich das, was in der Stadt etwa durch Straßenbeleuchtung, fahrende Autos oder beleuchtete Werbeplakate entsteht. In einer Großstadt wie Berlin ist es also selbst mitten in der Nacht meist noch heller als auf dem Land. Dadurch sind weniger Sterne und Himmelsphänomene zu erkennen.

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Doch auch hier gibt es Flecken, an denen der Blick in den Sternenhimmel lohnt. Im benachbarten Landkreis Havelland liegt sogar der dunkelste Ort Deutschlands. Hier sind die Voraussetzungen für Sternengucker also besonders gut. Jedenfalls, wenn das Wetter mitspielt.

Tempelhofer Feld
Früher hell erleuchtetes Flugfeld, heute dunkler Ort in der Stadt: Das Tempelhofer Feld ist nach Aufgaben des Flughafenbetriebs nicht mehr beleuchtet. Wegen seiner Größe von 300 Hektar (das entspricht etwa 450 Fußballfeldern) dringt trotz der relativ zentralen Lage recht wenig Licht auf das Areal. So sind die Bedingungen zum Blick in den Nachthimmel hier relativ gut.
Treptower Park

Es gibt schon einen Grund, warum die Archenhold-Sternwarte im Treptower Park erbaut wurde. Denn auch hier stört verhältnismäßig wenig Licht. Entsprechend eignen sich die Wiesen vor der Einrichtung gut für den Blick in den Himmel. Und lässt sich ein Himmelsphänomen doch nicht mit bloßem Auge erspähen, ist die nach eigenen Angaben größte und älteste Volkssternwarte in Deutschland gleich um die Ecke. Bei Ereignissen wie dem Vorbeiflug des grünen Kometen im Frühjahr werden auch immer wieder Sonderöffnungszeiten angeboten.
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Insulaner in Schöneberg
Auch der Trümmerberg Insulaner ermöglicht Sternenfans einen guten Blick an das Firmament. Hier stehen ebenfalls Wilhelm-Foerster-Sternwarte und das Planetarium am Insulaner in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Chancen stehen also auch hier gut, ohne passendes Equipment auf die 700-fache Vergrößerung des Fernrohrs der Sternwarte zurückgreifen zu können.
Teufelsberg im Grunewald

Während die ehemalige Abhörstation der US-Streitkräfte auf dem Teufelsberg seit Jahrzehnten dem Verfall preisgegeben ist, eignet sich die zweithöchste Erhebung in Berlin weiterhin gut zum Beobachten der Sterne. Die abgelegene Lage mitten im Grunewald hilft, Licht, das nicht vom Himmel kommt, abzuschirmen. Nennenswert höher kommen Sternengucker in Berlin übrigens so oder so nicht. Der „Gipfel“ der nur wenige Zentimeter höheren Arkenberge im Nordosten der Stadt ist nicht frei zugänglich.
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Sternenpark Westhavelland in Brandenburg

Während Berlin als hell erleuchtete Großstadt vielerorts das Hobby erschwert, ist der nur rund 100 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegende Sternenpark Westhavelland geradezu ein Mekka für Sternenfans. Hier liegt mit dem 150-Seelen-Ort Gülpe der vermutlich dunkelste Ort Deutschlands. Dünne Besiedlung und das Fehlen größerer Ortschaften lassen die Nacht besonders dunkel werden und die Sterne umso heller funkeln. So lässt sich selbst die Milchstraße von mit bloßem Auge erkennen. Hobby-Astronomen aus ganz Deutschland pilgern in den Landkreis Havelland, um den exzellenten Blick mit ihren Teleskopen noch besser zu machen. Vorteil des nach eigenen Angaben rund 1400 Quadratkilometer großen Geländes: Es ist weitgehend zugänglich und kostet keinen Eintritt. Viele der umliegenden Gemeinden schalten nachts sogar die Straßenbeleuchtung aus. Um Geld zu sparen, aber auch die Lichtverschmutzung zu reduzieren. Bei gutem Wetter verspricht das beste Bedingungen.




