Seine Stimme kennt jeder. Wem der Name Knut Elstermann nichts sagen sollte: Gehört hat er ihn bestimmt schon einmal. Elstermann ist Radiomoderator und berühmt für sein Kinomagazin „12 Uhr mittags“, immer sonnabends auf Radio Eins. Seine Kollegen kündigen ihn schon mal gern als „Kino King Knut“ an. Aber nicht deswegen treffen wir uns mit dem 53-Jährigen. Knut Elstermann hat ein Buch über die Winsstraße geschrieben. Genauer: über seine Winsstraße. Es ist gerade erschienen im Bebra-Verlag, in der Reihe „Berliner Orte“. Ein wunderbares kleines Buch, das Geschichten von um die Ecke zu einer feinen Stadthistorie bündelt.

In der Wins ist Elstermann aufgewachsen. Der gefühlte Kilometer, die 883 Meter, die sich im Prenzlauer Berg zwischen Heinrich-Roller- und Danziger Straße erstrecken, parallel zur Prenzlauer Allee und der Greifswalder Straße, war seine Kindheit. Hier hat er von 1961 bis 1969 gelebt. Von hier aus hat er den Fernsehturm, der in den Sechzigern gebaut wurde, wachsen sehen.

Die Wins war sein erster Eindruck von der Welt, von der Stadt. Es war keine schöne Straße. Nicht der angesagte In-Kiez von heute. Damals waren alle Häuser grau, Bäume gab es auch keine. Und die Altbauwohnungen waren in erbärmlichem Zustand. Viele wollten deshalb einfach weg. Wie sein Vater, ein Polizist, und seine Mutter, eine Lehrerin, die wie so viele in eine modernere, aber ungleich engere Platte gezogen sind. In einen Zehngeschosser in Friedrichshain.

Suche nach der Kindheit

Aber Knut Elstermann ist zurückgekehrt. Hat nach seiner alten Kindheit gesucht. Hat ein Jahr lang immer wieder die Straße erkundet, die sich dem Flaneur heute offenbart. Und hat Menschen angesprochen, die hier wohnen. Hat ihr Vertrauen gewonnen und sie erzählen lassen. Ein Ausschnitt Berlins als Spiegel der Seele einer Stadt. „Kindheitserinnerungen sind oft vage“, sagt er. „Plötzlich werden sie konkret. Und man nimmt bewusst wahr, wie radikal sich die Straße verändert hat.“

Wir treffen Elstermann in der Winsstraße 2, nur wenige Schritte vom Friedhof an der Heinrich Roller entfernt. Hier hat er damals gewohnt. Schon die Nähe zur letzten Ruhestätte hat seinem Vater nicht gefallen. Das Haus ist heute saniert. Nicht kaputt saniert, wie so viele Altbauten. Nur die Farbe ist gewöhnungsbedürftig. Altrosé, schätzen wir. Fleischfarben, sagt Knut Elstermann. Eine Putzfrau, die gerade das Treppenhaus wischt, macht uns die Tür auf. Und stutzt sofort. „Sind Sie der, der über die Straße hier geschrieben hat?“ Das hat sich schon herumgesprochen. Deshalb dürfen wir zwischen den Wassereimern hindurch. Elstermann zeigt gleich nach oben, an den Stuck und die Jugendstil-Köpfe. Vor denen habe er sich als Kind immer gefürchtet.

Wir gehen zwei Häuser weiter. Ob die Familie Eras da ist? „Wir versuchen’s einfach“, meint Elstermann. Und klingelt. „Klär, nüscht wie rein“, klingt es fröhlich aus der Sprechanlage. Renate und Heiner Eras, 74 und 78 Jahre alt, warten im 2. Stock auf uns. „Wir waren gerade schwimmen, ihr habt Glück, dass wir schon zurück sind.“ Sie sind Urgesteine, sie wohnen seit einem halben Jahrhundert in der Straße. Knut Elstermann hat sie aber erst durch die Recherche für sein Buch kennen gelernt. Anfangs hat er einfach Anwohner angesprochen. Die haben ihn dann immer weiter empfohlen. Jetzt ist er fast so etwas wie ein Ehrenbürger der Straße.

Ständig wird er auf der Straße angesprochen. Und man lässt ihn auch ohne Voranmeldung herein. Renate Eras war 30 Jahre Musiklehrerin, ihr Mann Toningenieur. In ihrem Wohnzimmer hängen überall Musikinstrumente, Zeichen eines sehr musikalischen, auch sehr harmonischen Zusammenlebens. Wir werden aber gleich auf den Balkon geführt, der nach hinten hinaus geht. Dort sehen wir sowohl zur linken als auch zur rechten Seite ein Schulgebäude, dazwischen eine Turnhalle. Hier ging Elstermann zur Schule. Und hier hat Renate Eras unterrichtet. Aber erst ab 1969; da zog der neunjährige Knut mit seinen Eltern gerade weg. Frau Eras hat ihn also nicht unterrichtet. „Sonst wäre ich heute sicher musikalischer.“

Die dreckigste Straße Berlins

Andere Leute würden sich vielleicht stören an dem Kindergeschrei, das hier hochtönt, auch wenn gar keine Pause ist. Renate Eras nicht. Für sie ist das, auch wenn das jetzt ausgelutscht klingen mag, fast Musik in ihren Ohren. Sie kennt Generationen von Kindern, die haben auch immer hochgewunken. Und oft gemeint: „Frau Eras, bauen Sie doch eine Rutsche.“ Sie und ihr Mann erinnern sich aber auch an Absurditäten. Dass die Kinder nie in der Turnhalle aufs Klo durften, sondern dafür in die Schule mussten. In den Klos lagerten die Gasmasken. Für den Kriegsfall. Darüber wurde aber nicht gesprochen. Die Lehrer mussten auch immer Zivilverteidigung üben. Und im Hof gab es, gibt es wohl immer noch eine Pumpe. Gegen den Atomkrieg. Für den Fall, dass das Grundwasser verseucht wäre. Renate Eras lächelt stumm. „Das war sowas von grotesk.“

Knut Elstermann erinnert daran, dass die Schule von Hermann Blankenstein erbaut worden ist, nach Ludwig Hoffmann wohl der aktivste Architekt der Kaiserzeit. Man könne, meint er, eine ganze Biografie anhand von Blankenstein-Bauten erzählen. Von Kirchen, in denen man getauft wird, Schulen, in die man geht, Krankenhäuser, in denen man stirbt. Wenn man Pech hat, auch von Gefängnissen.

Ein paar Schritte weiter findet sich die Maßschneiderei „Möbius Kostüm“. Die Anfertigungen, meint Elstermann, schmeicheln der Haut schon beim Ansehen. Draußen stehen zwei Modellpuppen, eine trägt einen Herrengehrock. Die andere hat der Wind gerade umgeworfen, und Claudia Möbius, die Inhaberin, stellt sie gerade auf. Auch sie erkennt den Buchautor sofort. „Wie? Ich habe Sie doch gerade erst im Radio gehört. Gibt es Sie zweimal?“ Claudia Möbius, die ihr Alter mit „29 f“ angibt, hat sich auf ausgefallene Mode spezialisiert, arbeitet aber auch für Film und Theater. Den Gehrock hat sie für den Wahrsager Jan Becker angefertigt, für Alfred Biolek mal einen Paillettensmoking für die Opern-Inszenierung „Così im E-Werk“. Gerade sitzt sie an einem sehr ausgefallenen Kleid für eine Luftakrobatin. Nicht am Seil, sondern am Vertikaltuch. Es hat etwas von einem Burlesque-Kostüm.

Die Straße ist ja eher verschlafen, nicht so angesagt wie das Bötzowviertel oder der Kollwitzplatz. Ist sie hier nicht ein wenig falsch mit einem solchen Laden? „Nee, nee“, sie winkt ab. „Ich bin ja keine schicke, hippe Boutique. Was ich mache, dafür braucht man Zeit.“ Das funktioniere alles über Mundpropaganda. Und über ihre Website haben auch Filmfirmen wie Endemol sie gefunden. Den Rest besorgt vielleicht Elstermanns Buch. Sie habe jedenfalls schon mehrere Leute mit dem Buch in der Hand durch die Straße spazieren sehen.

Das Wort Gentrifizierung fällt nicht

In dem Haus ist sie seit drei Jahren, in der Wins schon seit sieben. Früher hatte sie den Laden direkt gegenüber, in der Nr. 68. Da, sagt sie, sei jetzt eine Schmuckwerkstatt drin. Mit einem Café kombiniert. Kurze Pause. Dann ein Seufzen: „Also, von solchen Mischungen halte ich gar nichts.“ Store in Store, das gehe nur, wenn die Handwerke auch irgendwie zusammenpassen. Sie reißt hier ein Thema an, dass auch Elstermann beschrieb, ohne das Wort nur einmal zu benutzen: Gentrifizierung.

In der Straße lebt seit 1990 nur noch jeder Achte in seiner ursprünglichen Wohnung, 50 Prozent der Bewohner sind erst in den letzten fünf Jahren zugezogen. Auch immer mehr Läden verschwinden. Weil sie die Mieten nicht mehr zahlen können. So hat Elstermann etwa die Krimibuchhandlung Totsicher beschrieben, doch als das Buch erschien, musste er das Kapitel noch kurz in die Vergangenheit setzen. Das scheinbar todsichere Geschäft, es hat sich hier nicht mehr gelohnt.

Wir laufen jetzt ein längeres Stück durch die Straße. Vorbei an Elstermanns einstiger Kita, die er ganz schlimm in Erinnerung hat und die, wie aus Rache, heute leer steht. Und das verkommenste Haus der Straße ist. „Da spuken noch die bösen Geister der Erzieherinnen.“ Wir passieren zwei Häuser, in denen vielleicht die bekanntesten Bewohner der Wins gewohnt haben. Am Eckhaus Immanuelkirchstr. 29/Winsstr. 64, in dem jetzt die Weinhandlung Weinberg zu finden ist, hat Felice Bauer gewohnt. Jene Frau, die Franz Kafka angehimmelt hat und der er seine berühmten „Briefe an Felice“ geschickt hat.

Berlin war Kafkas Sehnsuchtsstadt

Berlin war Kafkas Sehnsuchtsstadt, wenn er hier war, hat er allerdings in Steglitz gewohnt. Ein stolzer Weg, bis hierher in den Prenzlauer Berg, um seine Felice zu besuchen. Es gibt eine Postkarte, die die Wins in den zwanziger Jahren zeigt. Zu der Zeit, als Kafkas Felice hier gewohnt hat. Es war eine prächtige, intakte, noch ganz neue und stuckverzierte Straße. Ganz anders, als Elstermann sie in den sechziger Jahren erlebt hat.

In der Wins 62 wiederum hat Hans Rosenthal gewohnt, daran erinnert eine Plakette vor dem Haus, von 1925 bis 1941. Bis er von beherzten Damen vor den Nazi-Häschern versteckt werden musste. Kaum zu glauben, dass dieser Mann, dessen Bruder im Holocaust umkam und der darunter ein Leben lang litt, zu einem der beliebtesten Fernseh-Unterhalter der Deutschen wurde.

In Rosenthals Wohnung hat später mal Peter Kahane gewohnt, ein Filmregisseur, der Elstermann schon von Berufs wegen bekannt ist und der 1989/90 mit „Die Architekten“ einen der wichtigsten Filme über das Ende der DDR gedreht hat. Auch wenn das in der Wendezeit in der öffentlichen Wahrnehmung leider ein wenig unterging. Kahane ist 1974 hierhergezogen. Seine Frau guckte oft neidisch auf das Nebengebäude, wo im vierten Stock immer Sonne war. Auch im Winter. Dort wohnte ein älteres Ehepaar, das die viel geräumigere Wohnung kaum nutzte. 1976 haben sie die Wohnungen getauscht.

Bei Kahane klingelt Elstermann nicht. Er ruft ihn lieber auf dem Handy an. Vermutlich dreht er irgendwo. Aber nein. Er geht sofort an den Apparat. Auch er sagt, klar, kommt vorbei. Und ist nur kurz überrascht, als wir signalisieren, dass wir schon vor der Tür stehen. Als er uns öffnet, kommt gerade seine Frau barfuß aus dem hinteren Wohnbereich. Und hat, als wäre das inszeniert, Elstermanns Buch in der Hand, das sie wirklich, wirklich gerade lese. In Kahanes Büro fällt unser Blick sofort auf ein neues Exemplar von Kafkas „Briefen an Felice“. Auch das wirkt fast wie inszeniert. Wir sind offensichtlich in einem Winsstraßen-Roadmovie. Auch wenn der per pedes bewältigt wird.

„Die Wins war wirklich die dreckigste Straße Berlins“, meint der Regisseur. Das glaube immer keiner, aber das war so. Wegen der Gasometer am Ende, am Eck zur Danziger Straße. Die wurden später in der DDR abgerissen. Die Leute saßen auf den Dächern und haben protestiert. Man hätte aus den Rotunden ja auch Kulturzentren machen können, das waren doch immerhin Wahrzeichen der Stadt. Stattdessen kamen auch hier Plattenbauten hin. Als die Kahanes hier einzogen, regnete es herein. Und vom Balkon lief es in die untere Wohnung. Nicht nur der Stuck war weg, „es war“, so der 64-Jährige, „fast nur nackte Haut zu sehen, das Haus hatte keine Kleidung mehr.“

Kreative zogen schon zu DDR-Zeiten in die Winsstraße

Dass so viele Kreative und Kulturschaffende hier wohnen, liegt auch daran, dass es diese Menschen zur DDR-Zeit hierher zog, während die meisten lieber in Platten zogen. Und die Politkader die alten Bauten verfallen ließen. Der Prenzlauer Berg war so etwas wie stille Opposition und Gegenkultur. In der Zeit wurden denn auch die ersten Bäume in der Straße gepflanzt. Die Kahanes haben den ganzen Wandel der Straße mitbekommen. Die Edelsanierungen. Auch die von ihrem Haus. Und wie der Prenzlauer Berg in den Neunzigern vollends hip wurde. Auch Daniel Brühl hat hier gewohnt, seine Kollegin Franziska Petri tut es immer noch.

In ihrem Haus, Nr. 61, das Elstermann schon als Kind wegen einer prächtigen Ritterstatue immer fasziniert hat und seitdem das „Ritterhaus“ nennt, war gerade eine Wohnung frei, als er hier für sein Buch recherchierte. Er hatte ernsthaft überlegt, in die Wins zurückzuziehen. Irgendwie hätte sich da ein Lebenskreis geschlossen. Und die Miete war sogar überraschend moderat. Aber es war im ersten Stock, über dem Tomsky-Club, einer Raucher-Bar. Elstermanns Frau hat dankend abgelehnt. Sie hatte, nickt Elstermann, wie immer Recht.

Er lotst uns jetzt in die Hausnummer 52. In die Korb- und Rattanmanufaktur von Fred Jacob. Der, sagt Elstermann, sei ein echtes Original. „Der „Star der Straße“. Schon vor seinem Laden finden sich nicht nur Körbe und Rattanstühle. Nein, da steht ein Bastkinderwagen und ein Drahtesel, der mit einem Rattan-Eselskopf kunstvoll verziert ist. Und im Laden fällt einem erst mal ein riesiger weibliche Frauentorso auf, der wie eine Nana von Niki de St. Phalle wirkt. Nur eben aus Rattan. Auch das Brillengestell von Fred Jacob ist liebevoll-markant mit Rattan umwunden.

In seiner Werkstatt, die wie ein verwunschenes Märchenreich wirkt, kauert der Mann auf einem kleinen, selbst gebastelten Hocker, in einem Geflecht herausragender Rattanweiden, und arbeitet an einem Korb. Er lässt sich dabei auch nicht stören, während er mit uns spricht. Jacob ist Korbmeister in dritter Generation, den Laden in der Wins hat er 1984 eröffnet. Und nachdem kürzlich ein ähnlich traditioneller Laden schließen musste, ist er jetzt das letzte urige Gesicht, der älteste Handwerker der Straße.

Die Normalen unter den Schicken

Der Icke-Dette-Berliner fertigt noch einfache Schalen an, aber auch viel Kunst. „Von Kunst kannste nischt leben, dit is nur Spielerei“, meint er trocken. „Aber dadurch kriechste Leute in den Laden, die selber Fantasie haben.“ Inzwischen arbeitet er auch für die Deutsche, die Komische, die Lindenoper. Und trotzdem kann man bei ihm auch seine alten Korbstühle reparieren lassen. Für seine Kunst hat er 2001 den Landespreis Gestaltendes Handwerk Berlin bekommen, mit 20.000 Euro Preisgeld. Der zweite Gratulant war allerdings Gerichtsvollzieher, der mit geöffneter Hand dastand. Durch Elstermanns Buch ist Jacob nun dabei, endgültig zur Kultfigur, zur knarzigen Instanz aufzusteigen. „Wir“, meint Jacob, einen Blick aus dem Schaufenster auf die Straße werfend, „sind hier die Normalen unter den Schicken.“

Ganz zuletzt setzen wir uns noch zu „Enten und Katzen“, ein Bio-Deli und Café in der Winsstraße 48, Ecke Marienburger. Hier kann man Cappuccino trinken, aber auch frische Lebensmittel kaufen. Eine Mischung, von der, wie wir fürchten, eine Frau Möbius nicht so viel halten wird. Aber man sitzt hier sehr gemütlich, der Kaffee ist köstlich. Und hier muss uns Elstermann nun noch seine ganz persönliche Geschichte erzählen. Bei der Recherche zu dem Buch ist er nämlich auf ein Familiengeheimnis gestoßen. In seinem Haus, der Nr. 2, wohnte damals auch Monika Unferferth, eine der bekanntesten Ansagerinnen des DDR-Fernsehens. Familie Elstermann war immer stolz auf diese prominente Nachbarin.

Frau Unferferth lebt mittlerweile in Friedrichshain, Elstermann hat sie dort für sein Buch besucht. Dabei erzählte sie ganz beiläufig, dass die Freundin einer Freundin die Frau kenne, mit der Elstermanns Vater eine Beziehung hatte. Und die doch auch einen Sohn von ihm habe. Sie ging davon aus, dass Knut Elstermann das längst gewusst hat. Doch der fiel aus allen Wolken. Sein Vater hat ein Doppelleben geführt. Hat ihm zeitlebens (er ist vor zwölf Jahren gestorben) den Halbbruder verschwiegen. Und während er zu Hause streng und dogmatisch war, verkehrte er mit seiner Zweitfrau in Filmkreisen, wo er sehr unterhaltsam und beliebt gewesen sein soll. „Diesen Mann“, sagt Elstermann heute, „kannte ich nicht. Den hätte ich gerne kennengelernt.“ Diese Geschichte findet er in gewisser Weise exemplarisch für die DDR-Zeit: „Es war ja auch politisch ein Doppelleben.“

So ist sein Buch, das doch eine Reise in die Vergangenheit werden sollte und das Porträt einer Straße, für ihn noch etwas ganz Anderes, eine ganz persönliche Wegstrecke geworden. Mit der Frau und deren Sohn hat er sich getroffen, in einem Café, was nicht ganz einfach war. Aber so hat sich wirklich noch ein Lebenskreis geschlossen. Nur nicht auf die Art, wie er es gedacht hat.

Knut Elstermann, Meine Winsstraße. Be.bra Verlag, 144 Seiten, 9,95 Euro