Entwarnung gibt es jetzt für Niko Robert, Chef der beliebten Eisdiele „Hokey Pokey“ an der Stargarder Straße im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg . Hier stehen die Kunden oft Schlange. Und schlecken dann in aller Seelenruhe ihre Süßigkeit und zwar auf dem Bürgersteig vor Roberts Geschäft.
Einige Nachbarn hat das aufgeregt. Sie drohten dem Eishändler mit dem Ordnungsamt.
Dessen Leiter hat nun ein Machtwort gesprochen. „Dass Kunden vor einem Geschäft Schlange stehen, ist kein Grund einzuschreiten“, sagte Pankows Ordnungsstadtrat Torsten Kühne (CDU). Gehwege seien nun einmal öffentliches Land, niemand könne exklusive Rechte geltend machen. „Gehwege sind für Fußgänger da und auch mal für Warteschlangen.“
Kühne fügte hinzu, dass es in den vergangenen zwei Jahren ohnehin kaum Beschwerden über das Hokey Pokey gegeben habe. „Ein bis zweimal pro Jahr hat sich jemand beklagt, so auch in diesem Jahr“, sagt er. Für Prenzlauer-Berg-Verhältnisse sei das nichts. Es gebe Läden, da hagle es wöchentlich deutlich mehr Beschwerden wegen ruhestörenden Lärms. „Es gibt nur zwei Gründe für eine Schließung, Verstöße gegen die Lebensmittelhygiene und gravierende gewerberechtliche Probleme“, so Kühne weiter.
Bei 1,60 Euro pro Kugel gibt’s dann halt nur zwei Kugeln
Niko Robert hatte in den vergangenen Tagen sogar versucht, den Kundenstrom einzudämmen. Er erhöhte den Preis für eine Kugel Eis von 1,20 auf 1,60 Euro. Geholfen hat das nicht. Es sei sogar noch voller geworden, sagte Robert der Morgenpost.
Eine Umfrage vor dem Geschäft ergab, dass die Kunden durchaus bereit sind, mehr für das Eis zu zahlen. Viele sagten, dass sie dann eben nur ein oder zwei Kugeln kaufen würden. Ganz verzichten wollten sie nicht.
kö




