Schlechte Nachrichten für Radfahrer in Neukölln: Die Fertigstellung des Radwegs auf der Hermannstraße wird deutlich länger dauern als geplant. Nachdem die ersten beiden Bauabschnitte (zwischen Glasower Straße und Werbellinstraße) mittlerweile bereits abgeschlossen sind, steht aktuell noch die Umgestaltung des nördlichen Abschnitts bis zum Hermannplatz aus.
Der Bauzeitraum hierfür war eigentlich für 2026 vorgesehen. Doch daraus wird nichts, wie das Unternehmen Infravelo auf Morgenpost-Anfrage bestätigt. Mittlerweile plane man den Bau für 2028, so ist es nun auch auf der Webseite der Infravelo angegeben. Damit verschiebt sich der Bau noch einmal nach hinten: Denn dass dieser nicht wie einst geplant in 2026 starten würde, ist schon länger bekannt. Bereits bei der Eröffnung des zweiten Bauabschnitts teilte das Neuköllner Bezirksamt mit, dass der Bau für den dritten Abschnitt erst 2027 beginnen könne. Nun also noch ein Jahr mehr Verzögerung.
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Der Baustart in 2028 gelte allerdings nur vorbehaltlich der Finanzierung, wie eine Sprecherin der Infravelo, einer Tochtergesellschaft der landeseigenen Grün Berlin GmbH, gegenüber der Morgenpost betont. Über diese werde derzeit noch diskutiert, wie Neuköllns Verkehrsstadtrat Jochen Biedermann (Grüne) auf einem Vor-Ort-Termin gegenüber der Morgenpost äußerte. Für den dritten Abschnitt des neuen Radwegs sollen Ampelanlagen und -schaltungen auf der Hermannstraße angepasst werden. Das sei sehr kostspielig, so Biedermann. Der bisherige Umbau habe bereits mit 550.000 Euro zu Buche geschlagen.
Neuer Radweg auf Hermannstraße: Darum verzögert sich Bau des dritten Teilstücks
Doch nicht nur die Frage nach der Finanzierung scheint die Pläne für den neuen Radweg auf der Neuköllner Hauptverkehrsstraße durcheinanderzubringen: „Vor dem Bau des Radwegs ist eine umfassende Sanierung der Fahrbahn zwischen Flughafenstraße und Hermannplatz erforderlich“, begründet eine Infravelo-Sprecherin die Verzögerungen.
Nachdem der erste Bauabschnitt (zwischen Glasower Straße und Thomasstraße) bereits 2022 fertiggestellt war, hätte der Radweg auf der Hermannstraße zum jetzigen Zeitpunkt bereits vollständig ausgebaut sein sollen. Schwierigkeiten bei der Lieferung von Pollern und lange Diskussionen über die einzelnen Bauabschnitte hätten das Vorhaben jedoch verzögert, so Biedermann.
Dass die Sicherheit für Radfahrer auf der Hermannstraße dringend verbessert werden muss, zeigen Zahlen des Neuköllner Bezirksamts: Denn auf der Straße im Norden Neuköllns ereignen sich im Durchschnitt zwei Unfälle pro Tag. Flexpoller und Leitboys sollen auf dem neuen Radweg für eine sichere Fahrt sorgen.




