Ab August haben Fahrräder Vorrang auf der Ilsestraße zwischen Emser Straße und Thomasstraße. Auf dem etwa 400 Meter langen Abschnitt soll dann eine Fahrradstraße eingerichtet werden, wie das Bezirksamt Neukölln mitteilte. Damit wird eine Maßnahme des Verkehrskonzepts für den Körnerkiez umgesetzt, das Anfang des Jahres erarbeitet wurde.

Ebenfalls ab August sollen dann gegenläufig Einbahnstraßen ab der Schierker Straße Richtung Norden und Süden eingerichtet werden. So will man Autofahrer davon abhalten, die Straße trotzdem als Kiezdurchfahrt zu nutzen. Dafür ist die Ilsestraße nämlich prädestiniert. An ihrem südlichen Ende liegt die Hertabrücke über die S-Bahn-Gleise. Eine gute Gelegenheit, die oft voll Hermannstraße zu umfahren. Radfahrer können die Ilsestraße weiterhin in beide Richtungen befahren.

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Parken teilweise nur noch einseitig möglich

Nördlich der Schierker Straße ist das Parken dann nur noch auf einer Seite möglich, da sonst die notwendige Breite für eine Fahrradstraße nicht erreicht werde, teilt das Bezirksamt mit. Dafür entstehen 160 neue Fahrradstellplätze. Für den Lieferverkehr will der Bezirk an den Kreuzungen Ladezonen einrichten. Von acht bis 18 Uhr sind diese Zonen für die Anlieferung reserviert, außerhalb können Auto dort normal parken.

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Ab August 2024 wird die Ilsestraße für den Radverkehr umgebaut.© BM Infografik | Babette Ackermann-Reiche

Für die Fußgänger soll die Lage beim Überqueren der Straßen an der Kreuzung Schierker Straße mithilfe von Pollern übersichtlicher werden. Der Umbau soll bis Ende September abgeschlossen sein. Ebenfalls im August starten in Neukölln die Bauarbeiten zum Kiezblock im Richardkiez.

„Die Ilsestraße gehört zum Radvorrangnetz und wird vom Radverkehr bereits heute viel genutzt als Verbindung zwischen Nord-Neukölln und Britz“, so Jochen Biedermann (Grüne), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr in der Mitteilung des Bezirksamts, „gleichzeitig belastet sehr viel PKW-Verkehr die Ilsestraße, der so die Hauptstraßen umgeht. Der Ausbau zur Fahrradstraße macht die Nutzung für den Radverkehr attraktiver und sicherer und verringert den Durchgangsverkehr im Kiez.“

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