Dutzende Randalierer haben in Neukölln mehrere Autos beschädigt. In der Hobrecht- und in der Friedelstraße seien Motorhauben zerkratzt und der Lack an den Fahrzeugen beschädigt worden, sagte ein Polizeisprecher auf Nachfrage der Berliner Morgenpost. Auch auf einen Polizeiwagen flogen Steine. Das Fahrzeug wurde nach Angaben eines Polizeisprechers so stark beschädigt, dass es nicht mehr einsatzbereit ist. „Zeugen beobachteten etwa 50 bis 100 Täter“, sagte ein Sprecher am Sonntag. Sie hatten sich mit Schals, Skimützen und Kapuzenpullis vermummt.
.„Es gab keine Verletzten und auch keine Festnahmen“, sagte der Sprecher weiter. Der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz ermittelt. Zuvor hatten mehrere Vermummte Steine gegen die Frontscheibe des Quartiermanagements geworfen.
Bereits in der Nacht zum Samstag hatten 20 bis 40 Maskierte auf Fahrrädern am Kreuzberger Gleisdreieck-Park randaliert und 28 Autos beschädigt. Innensenator Frank Henkel (CDU) verurteilte am Sonntagmorgen die Angriffe am Gleisdreieck und in der Weserstraße scharf. "Wir werden dem linken Mob nicht die Straßen überlassen. Solche extremistischen Taten sind Gift für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft", erklärte Henkel. Die Sicherheitsbehörden würden weiter konsequent gegen Straßenterror vorgehen.
Eines der zerstörten Autos #Flottwellstraße. In der Nacht zu Sonntag haben Vermummte in #Neukölln randaliert. pic.twitter.com/AGLMgdMsQL
— DPolG Berlin (@DPolGBerlin) 7. Februar 2016
Vor allem Luxusautos betroffen: Chaos-Nacht am Gleisdreieck
Brennendes Auto auch in Charlottenburg
Auch in der Max-Dohm-Straße in Charlottenburg brannte in der Nacht ein Auto. Ein Zeuge beobachtete kurz vor ein Uhr Flammen an einem Wagen, der mit zwei weiteren auf einem Transportanhänger stand. Während das Fahrzeug, an dem der Brand ausgebrochen war, völlig ausbrannte, wurde der direkt davor stehende Fiat durch die Hitzeentwicklung beschädigt. An dem dritten Wagen entstand nach jetzigem Kenntnisstand kein Schaden. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung.
dpa/BM









