Neukölln ist nach Ansicht des scheidenden Bezirksbürgermeisters, Heinz Buschkowsky (SPD), „nur eine Episode“ im Leben der jungen Generation der Start-up-Gründer. „Ja, es gibt eine neue Bohème, aber diese Leute sind weder in der Lage noch in der Stimmung, ein neues Neukölln zu schaffen“, meinte Buschkowsky (66) in einem Gespräch mit dem Berliner Schriftsteller Peter Schneider, das dieser in seinem neuen Berlin-Buch „An der Schönheit kann's nicht liegen“ (Kiepenheuer & Witsch) veröffentlicht.
Diese jungen Leute würden in einigen Jahren wieder weiterziehen. „In ein paar Jahren sitzen die beim Bewerbungsgespräch dem Personalchef gegenüber und sagen: Wussten Sie eigentlich, dass ich zwei Jahre in Berlin-Neukölln gelebt habe? Und ich habe es überstanden, ich bin ein harter Hund!“
Solange die neuen Mieter in Neukölln nicht „in den oberen Stockwerken Fuß fassen, Familien gründen, sesshaft werden, solange ist das alles nur ein Feuerwerk“, meint Buschkowsky. Das neue Publikum verändere so nicht die Struktur des Bezirks.
dpa/bee



