Es tut sich etwas beim abgebrannten Teehaus im Großen Tiergarten in Mitte. Wie die inzwischen zuständige Grün Berlin GmbH auf Nachfrage mitteilte, sind die Aufräumarbeiten nach dem Brandschaden fast abgeschlossen. Das Ausflugslokal im Englischen Garten war im September 2024 durch ein Feuer stark beschädigt worden. Vor allem das Reetdach brannte vollständig nieder. Das Haus musste weiter zurückgebaut werden, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es zum Zusammenbruch kommt.

Derzeit laufen noch restliche Arbeiten, um das verbrannte Material abzureißen und abzutransportieren. „Dazu zählen insbesondere die Beräumung des Mieterinventars, der Rückbau der Mietereinbauten und Leichtbaukonstruktionen, die Entfernung der brandgeschädigten Fenster und Türen sowie der Teilrückbau der kippgefährdeten seitlichen Giebelwände und betroffenen Decken- und Dachbereiche“, teilte eine Sprecherin von Grün Berlin mit.
Teehaus im Berliner Tiergarten: Machbarkeitsstudie soll Wiederaufbau klären
Das als Teehaus bekannte Ausflugslokal mit Gastronomie gehört eigentlich zu den Liegenschaften des Bezirks Mitte. Nach längeren Absprachen übernahm die landeseigene Grün Berlin, die in der Hauptstadt mit etlichen öffentlichen Parks und Häusern betraut ist, das Projektmanagement für das Gebäude.
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Die verbrannten Bestandteile zu entfernen, soll aber nicht alles gewesen sein. Das Teehaus soll wieder aufgebaut werden. Dafür wird derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellt. Bis zum Jahresende sollen die Ergebnisse vorliegen. Dann sollen nicht nur verlässliche Aussagen zu den anfallenden Kosten für den Wiederaufbau genannt werden können. Es soll auch klar sein, wie das Haus zukünftig genutzt werden soll. Parallel erfolgt zudem die Auswertung der Tragwerks- und Schadstoffuntersuchungen. Wie groß der Schaden am Haus ist, ist entscheidend dafür, wie teuer der Wiederaufbau wird und ob die Immobilie wieder nutzbar gemacht werden kann.
Teehaus Berlin: Wiederaufbau wird teuer
Ziel ist es, zu klären, ob und wie das Gebäude als Standort für eine zukünftige Nutzung wiederhergestellt werden kann. Hierfür werden alle Anforderungen und Rahmenbedingungen – von baulichen, funktionalen und räumlichen Fragen bis hin zu denkmalrechtlichen Vorgaben – vollständig erfasst und fließen in die finale Machbarkeitseinschätzung inklusive Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ein.

Schon jetzt ist klar: Der Wiederaufbau wird teuer. Allein die prognostizierten Kosten für die Beräumung sowie die Machbarkeitsuntersuchungen belaufen sich auf rund 600.000 Euro, teilt die Sprecherin von Grün Berlin mit. „Zu den konkreten Kosten für Rückbau und Entsorgung können erst nach Abschluss aller entsprechenden Maßnahmen Angaben gemacht werden.“
Brand im Teehaus: Feuerwehr verhindert größere Schäden im Englischen Garten
Das historische Teehaus, das sich unweit vom Schloss Bellevue im Großen Tiergarten befindet, war in einer Septembernacht vor zwei Jahren in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte das Feuer löschen und verhindern, dass der Englische Garten vor dem Haus Schaden nimmt. Zunächst konnte nicht ausgeschlossen werden, dass das Haus einsturzgefährdet ist.
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Das Teehaus im Englischen Garten wurde seit Jahren als Restaurant, Frühstückslokal und Biergarten geführt. Bei Berlinerinnen und Berlinern, aber auch bei Touristen galt es als beliebtes Ausflugsziel. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten nahezu alle Bäume des Tiergartens neu gepflanzt werden. Auch das Teehaus wurde neu errichtet. Es entstand an der Stelle des ehemaligen Wohnsitzes von Schauspieler und Regisseur Gustaf Gründgens.





