Döner ist nicht gleich Döner. Bei der Qualität und der Zusammensetzung des beliebten türkischen Fast-Food-Gerichtes gibt es riesige Unterschiede: „Döner 36“ in Kreuzberg schwört beispielsweise auf frische Zutaten sowie „viel Fleisch, viel Gemüse, viel Liebe“. Heidi Klums Favorit ist „XL Döner“ in Charlottenburg. Und für Mustafas Gemüse-Kebab in Neukölln stehen Berliner Vegetarier gerne mal in der Schlange. Seit 2023 steht Döner sogar auf der Speisekarte des Hotel Adlons, in der Luxus-Variante mit Kalbsrücken-Filetstreifen und Trüffelspänen.

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Das Ereignis wurde vom Verein türkischer Döner-Hersteller in Europa (ATDID) damals gebührend gefeiert. Seit 30 Jahren arbeitet der Verein erfolgreich am Image des Döners. Der Verein will nicht nur, dass das Dönergeschäft in Deutschland und in den übrigen EU-Ländern weiterhin blüht. Dem Vorstand ist auch die Erarbeitung türkischer Normen wichtig. Darüber hinaus wünscht sich der ATDID, dass die Türkei und Deutschland kulturell näher zusammenrücken.
Döner-Branche erzielt allein in Deutschland Milliardenumsatz
„Döner Kebab ist nicht nur ein Fast Food, sondern mit seinen Varianten wie Iskender Kebab, Döner Kebab mit Reis und Döner Kebab auf dem Teller auch ein vollwertiges Hauptgericht“, so das Credo des Vereins ATDID. Um das Image und die Qualität hochzuhalten, wurde der Verein 1996 von zehn Dönerproduzenten gegründet. Eine Nebensache ist der Döner schon lange nicht mehr: Die Branche erzielt in Deutschland jährlich circa 2,4 Milliarden Euro Umsatz, europaweit rund 3,5 Milliarden. Und Berlin ist eine der Döner-Hochburgen Deutschlands.

In der Hauptstadt soll zuerst der Kebab (Türkisch: „sich drehendes Grillfleisch“) in den 70er-Jahren erfunden worden sein, kurz darauf dann der Döner. Hat nun Kadir Nurman oder doch Mehmet Aygün von der Titanic-Hotel-Dynastie als Erster in Berlin Dönerfleisch in einen Fladen gesteckt und somit einen Trend losgetreten? Das lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren. Sicher ist, dass Berlin bei der Erfindung des Döners eine entscheidende Rolle gespielt hat.
„Kaplan Döner“-Gründer ist auch Vereinsmitglied
Um die Qualität und die Herkunft der besten Döner Berlins bekannter zu machen, veranstaltete ATDID 2010, 2011 und 2012 die erste Branchenmesse der Döner-Gastronomie (DÖGA) in Berlin. Ende Oktober plant ATDID eine Feier zum 30-jährigen Vereins-Jubiläum.
Auch Remzi Kaplan, Berlins ungekrönter Döner-König, ist langjähriges ATDID-Vereinsmitglied. Seit Jahrzehnten macht er ein Vermögen mit Dönern. Der 64-Jährige begeisterte schon Angela Merkel mit seinem Döner. Kaplan kam in den 1970er-Jahren nach Berlin und gründete 1989 seine Firma „Kaplan Döner“. Das Unternehmen produziert jährlich 100 Tonnen von dem Kult-Fast-Food.





