Der Wedding im Bezirk Mitte bekommt einen neuen Kiezblock. Das Bezirksamt hat bereits mit der Umsetzung im Antonkiez nahe des Leopoldplatzes begonnen. Dieser Kiezblock ist jedoch anders als andere. Er ist Teil des Forschungsprojekts „Klimakieze“, mit dem die Auswirkungen von Kiezblöcken auf die Umwelt untersucht werden sollen. Im Antonkiez sollen Klimaschutz und Verkehrsberuhigung gemeinsam gedacht werden.

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Die Umsetzung des Kiezblocks erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst wird ein Teil der Maxstraße zwischen Antonstraße und Schererstraße zur Fußgängerzone umgewidmet. Davon erhofft sich der Bezirk, den Durchgangsverkehr zu unterbinden, aber auch einen öffentlichen Platz zum Verweilen zu schaffen. Außerdem will die Behörde es so sicherer für Schülerinnen und Schüler machen, die Maxstraße zu überqueren.
Kiezblock Antonkiez: Maxstraße wird zur Fußgängerzone
In den folgenden Wochen werden außerdem Modalfilter auf der Kreuzung Antonstraße / Ruheplatzstraße sowie im Bereich der Kreuzung von Prinz-Eugen-Straße / Adolfstraße / Plantagenstraße errichtet. Damit wird die Durchfahrt an den entsprechenden Kreuzungen für Autos verhindert. Somit werden beispielsweise Anton- sowie Ruheplatzstraße dort zur Sackgasse, wo sie sich kreuzen. Fahrradfahrer und Fußgänger können den Bereich weiterhin passieren. Für Feuerwehr und Rettungswagen bleibt es möglich, die Poller zu entfernen, um den gesperrten Bereich zu durchfahren.
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Im Falle der Kreuzung Prinz-Eugen-Straße / Adolfstraße / Plantagenstraße will man die unübersichtliche Situation aus fünf sich kreuzenden Straßen auflösen. „Neben der Verbesserung der Sicherheit entsteht ein neuer öffentlicher Raum, der den Anwohnenden und umliegenden Einrichtungen, (z. B. Kita) zugutekommt“, erklärt das Bezirksamt auf der Online-Projektseite.
Kiezblocks in Wedding: Weniger Verkehr, mehr Ruhe
Allgemeines Ziel, das der Bezirk mit einem Kiezblock verfolgt, ist es, den Autoverkehr zu reduzieren. Dies solle insgesamt zu mehr Aufenthaltsqualität führen. „Gleichzeitig tragen sie dazu bei, den öffentlichen Raum lebenswerter zu gestalten und aktiv auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren“, erklärt der Bezirk Mitte weiter. Damit wird auf den Klimaschutz-Aspekt angesprochen, der Teil der Maßnahmen im Antonkiez ist. Denn dieser soll gleichzeitig ein sogenannter „Klimakiez“ werden, indem zum Beispiel der Verkehr reduziert und die Luft somit sauberer wird.
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Klimakieze sind Teil eines Forschungsprojekts, das durch das Bundesumweltministerium gefördert wird. Begleitet wird es vom Forschungsinstitut für Nachhaltigkeit (RIFS) des Helmholtz-Zentrums Potsdam sowie der Universität Heidelberg. Der Bezirk kann dadurch auf eine Förderung von 300.000 Euro für eine Bürgerbeteiligung zurückgreifen. Für die in diesem Jahr umgesetzten Maßnahmen sind 100.000 Euro zu veranschlagen, die der Bezirk selbst trägt.
Berlins Verkehrssenatorin Bonde stampft Kiezblock-Projekte ein
Von Land Berlin ist keine Unterstützung von Kiezblock-Projekten mehr zu erwarten, seitdem Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) einen Stopp aller Kiezblock-Vorhaben verhängt hatte. In Mitte betrifft dies das gemeinsame Projekt von Bezirk und Land Berlin „Kiezblocks für Mitte“. Daraus war daraus ein Streit zwischen Bonde und dem Bezirksstadtrat Christopher Schriner (Grüne) entstanden. Bonde warf dem Grünen-Politiker vor, mit Kiezblocks, bei denen Poller zum Einsatz kommen, Menschen zu gefährden. Sie argumentierte, dass das Entfernen von Modalfiltern, also Pollern, bei Rettungseinsätzen wertvolle Zeit in Anspruch nehmen würden. Sie lassen sich mit dem Einsatz von einfachem Werkzeug aus dem Boden nehmen.
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Positiv für den Bezirk Mitte: Auf Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im Straßennebennetz, wie es beim Antonkiez der Fall ist, hat die Senatorin jedoch keinen Einfluss. Der Kiezblock im Antonkiez war in seiner Form nach intensivem Austausch mit der Nachbarschaft entstanden. Die Wünsche der Anwohnerinnen und Anwohner flossen in die Pläne ein. Die Arbeiten sollen bis zum Jahresende 2025 abgeschlossen sein. Mehr zum Thema unter www.berlin.de.







