Nur wer genau hinsieht, wird es merken. Irgendetwas ist anders, irgendwie erscheinen die Gebäude, der ganze Platz strahlender, majestätischer als vorher. Wer sich gefragt hat, ob es Einbildung ist, hat jetzt die Antwort: Seit Juli 2025 erstrahlt der Bebelplatz, einer der herausragenden historischen und stadtgestalterisch bedeutsamen Orte in Berlin, im neuen Lichtdesign.

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Zentrale Bedeutung hat das Denkmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung inmitten des Platzes. Das Denkmal ist als unterirdischer beleuchteter Raum mit leeren Bücherregalen durch eine im Pflasterbelag eingelassenen Glasscheibe erlebbar. Raumbegrenzend sind die historischen Fassaden der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität im Westen, die Staatsoper Unter den Linden im Osten, im Süden der Block mit dem Hotel de Rom sowie dem Portal der St. Hedwig-Kathedrale.
Halbe Million Euro für fast unmerkliche Beleuchtung

Das Projekt wurde jetzt gemeinsam mit der Stromnetz Berlin GmbH BerlinLicht nach dem Entwurf des Büros von Kardorff Ingenieure Lichtplanung GmbH fertiggestellt. Die Kosten betrugen 486.000 Euro. Die Beleuchtungsanlagen sind als zylindrische Stelen in ihrem eigenen Ausdruck stark zurückhaltend. Ihre Anordnung ist flankierend zum Platz den Fassaden zugeordnet. Die möglichst gleichmäßige Beleuchtung der Fassaden hat das Ziel, die Wirkung des Denkmals zu unterstützen und keine eigenen Akzente zu setzen.
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Laut der Senatsverkehrsverwaltung wurden besondere Anforderungen an die zu erzielende vertikale Beleuchtung der Fassaden gestellt und technologisch ausgereifte Produkte verwendet. Die tatsächliche Erfüllung der geforderten lichttechnischen Eigenschaften wurde nicht nur anhand aufwendiger Berechnungsmodelle, sondern auch mit einer Musterinstallation und visuellen Begutachtung gemeinsam mit Projektbeteiligten überprüft. Nach Abstimmung mit den betroffenen Anrainern wurden die Bestandsstandorte um zwei weitere Lichtstelen zur Beleuchtung der St. Hedwig Kathedrale ergänzt.





