Von der Blauen Mauritius, einer der wertvollsten Briefmarken der Welt, über Rohrpost bis hin zu Robotern: Das Museum für Kommunikation in Berlin-Mitte stellt mit 2000 Objekten gut 40.000 Jahre Kommunikationsgeschichte dar. Nun wird es 25 Jahre alt und feiert das mit einem Sonderprogramm bei freiem Museumseintritt. Zu erleben gibt es etwa die Sonderausstellung zum Asterix-Zeichner Uderzo oder Touren zur Geschichte des Gebäudes an der Leipziger Straße.
Museum für Kommunikation öffnet am 16. März 2025 bei freiem Eintritt
Am 16. März öffnet das Museum für Kommunikation für alle bei freiem Eintritt. Das Programm beginnt 11 Uhr mit einer Bibliotheksführung unter dem Motto „Geglückter Neuanfang“. Besucherinnen und Besucher erfahren etwas über die Geschichte der Spezial-Bibliothek, deren Anfänge mehr als 150 Jahre zurückliegen. Außerdem können Interessierte in historischen Publikationen recherchieren.

Weiter geht es um 12 Uhr mit der „Architek-Tour“. Die Führung widmet sich der Beschaffenheit und Gestaltung des Hauses. „Was war in diesem Gebäude früher?“ fragen sich Besuchende oft im Museum für Kommunikation. Die Tour will genau das erklären und nimmt mit auf eine Reise „durch die wechselhafte Geschichte des ältesten Postmuseums der Welt“, wie es in der Ankündigung zum Jubiläum heißt.
Museum für Kommunikation: Sonderausstellung „Nachrichten – News“
Wie ist unser Verhältnis zu Nachrichten, welche Rolle spielen Nachrichtenagenturen und was brauchen wir, um jetzt und in Zukunft gut informiert zu sein? Das Museum für Kommunikation verfügt über die erste umfassende Ausstellung zum Thema Nachrichten. 13.30 Uhr beginnt die Führung durch die Sonderausstellung „Nachrichten – News“.
Kurz darauf, um 14 Uhr, erfahren Interessierte mehr über das Schaffen von Albert Uderzo. Der Zeichner von Asterix und Obelix wird seit Kurzem erst in einer Sonderschau mit dem Titel „UDERZO – Von Asterix bis Zaubertrank“ präsentiert. Die Tour findet in französischer Sprache statt und beleuchtet seine Werke. Gezeigt werden frühe Arbeiten, originale Asterix-Seiten sowie persönliche Gegenstände aus seinem Atelier.
Museum für Kommunikation: Bastel-Workshop für Kinder
Auch für Kinder gibt es passende Programmpunkte: Von 14 bis 17 Uhr findet ein Bastel-Workshop. Dabei soll aus Abfall, den jeder und jede jeden Tag produziert Neues und Kreatives geschaffen werden. So können die Kids zum Beispiel Windspiele, Tiermonster oder Roboter basteln. Der Workshop eignet sich für Kinder ab vier Jahren.
Mehr zum Museum für Kommunikation:
Eine kurze Reise durch 20.000 Jahre Kommunikationsgeschichte in der Dauerausstellung –So wird die Highlight-Führung um 15 Uhr angekündigt. „Schätze der Kommunikation“ seien dabei zu entdecken. Von den ersten Zeugnissen menschlicher Kommunikation bis zur digitalen Vernetzung.
Vorgänger war das Reichspostmuseum von 1872
Die Geschichte des Museums für Kommunikation ist deutlich länger als 25 Jahre. Vorgänger war das Reichspostmuseum, das 1872 durch Heinrich von Stephan, den Generalpostmeister des Deutschen Reichs, gegründet wurde. Das Gebäude an der Leipziger Straße wurde von 1871 bis 1874 als Generalpostamt erbaut. Ab 1880 wurde es als Reichspostamt betitelt, ab 1919 als Reichspostministerium. Einige Jahre später wurde ein Erweiterungsbau an das Museum angeschlossen.

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Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus so schwer beschädigt, dass nur noch die Umfassungsmauern vorhanden waren. Nach Kriegsende lag das Museum auf Ost-Berliner Seite und wurde in den 1950er-Jahren repariert. 1960 konnte es mit einer Dauerausstellung zur Entwicklung des Post- und Fernmeldewesens, zu Telegrafie und Telefonie sowie zu Rundfunk und Fernsehen mit Geräten, Modellen und Ausrüstungsgegenständen wiedereröffnen. Ab 1992 wurde das Gebäude denkmalschutzgerecht nach Vorgaben des Architekturbüros Henze & Vahjen restauriert. Im Jahr 2000 eröffnete es als Museum für Kommunikation neu.
Sonderprogramm zum 25. Geburtstag, Museum für Kommunikation, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin; Besucherinnen und Besucher melden sich für alle Führungen vor Ort im Museum an; Eintritt (außer am 16. März) acht Euro pro Person, Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren frei
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