In der Silvesternacht waren viele Berliner Haushalte zwischen Frohnau und Kreuzberg von der Wasserversorgung abgeschnitten, weil ein Wasserrohr in Wedding gebrochen war. Zum Wasserrohrbruch in der Seestraße, der monatelange Reparatur-Arbeiten nach sich ziehen wird, ist am Mittwoch ein weiterer Wasserrohrbruch auf der Fischerinsel hinzugekommen, der viel Sand aufgeschüttet und zu Absperrungen geführt hat.
Wasserrohrbruch im Wedding: So geht es weiter
Wegen dem Wasserrohrbruch im Wedding, bleiben die Tram-Linien M13 und 50 zwischen dem U-Bahnhof Osloer Straße und dem Virchow-Klinikum bis auf weiteres unterbrochen. „Die entstandenen Schäden an den Gleisanlagen und der Stromversorgung der Straßenbahn werden schnellstmöglich repariert. Bis dahin bleibt der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Haltestellen U Osloer Straße und Virchow-Klinikum im Einsatz“, heißt es von Seiten der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Gleise und Oberleitungen müssten erneuert werden. Ein Schaltschrank für die Stromversorgung war weggespült worden. Am Donnerstag gab es erste Gespräche zwischen den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und den Berliner Wasserbetrieben (BWB) über eine Ausgestaltung der Reparatur-Arbeiten, die möglichst wenige Verkehrsteilnehmer beeinträchtigt.
BWB-Sprecher Stephan Natz über die geborstene Wasserleitung mit 70 Zentimeter Durchmesser: „Wir werden ein Wasserrohr in der Länge von 270 Metern zwischen der Togo- und der Afrikanischen Straße austauschen. Das wird mit einer Arbeitsgemeinschaft aus drei Baufirmen geschehen und unverzüglich beginnen.“ Wie lange die Bauarbeiten dauern werden, kann derzeit noch nicht genau datiert werden. Nach Einschätzung der BWB „vielleicht bis Mai oder Juni 2025.“ Weil die Leitung zu Teilen etwa drei Meter neben dem Gleis verlaufe, könnte es auch schneller gehen. Das sei „gerade noch alles im Werden“. Verlässlich könne die BWB das erst sagen, wenn „alles durchgeplant und angelaufen ist und wenn ein möglicherweise noch kommender Winter durch ist“. Auch die BVG äußerte sich auf Nachfrage der Morgenpost optimistisch: „Nach aktuellem Stand gehen wir davon aus, dass durch die anstehende Reparatur bzw. Erneuerung der Wasserleitung keine dauerhafte Sperrung des Straßenbahnbetriebs nötig sein wird.“
Fischerinsel: Trinkwasserleitung geborsten
Bei dem zweiten Wasserrohrbruch auf der Fischerinsel in Mitte wurde ein Gehweg unterschwemmt und viel Sand angeschwemmt. Bei der beschädigten Trinkwasserleitung befindet sich laut BWB kein Hausanschluss. Somit seien keine Mieter betroffen. Ab Montag wird dort eine Baufirma mit den Reparatur-Arbeiten beginnen. Der BWB hatte zunächst dringendere Einsätze zu erledigen. BWB-Sprecher Stephan Natz: „Der Schaden vor der Fischerinsel 6 unter dem Gehweg betrifft eine innen 15 cm große Trinkwasserleitung aus Zement.“ Die Sperrung sei wegen der Unterspülung der Straße vorgenommen worden.




