Zur Weihnachtszeit werden Berliner Straßen festlich beleuchtet. Die wohl längste zusammenhängende Dekoration befindet sich am Kurfürstendamm und an der Tauentzienstraße in Charlottenburg. Im Bezirk Mitte müssen die wichtigen Flaniermeilen Unter den Linden und Friedrichstraße in diesem Jahr ohne Dekoration auskommen. Das Geld fehlt. Lohnend jedoch ist ein Blick in den Wedding. Dort leuchtet erstmalig der Leopoldplatz. Im Dezember wartet außerdem ein Highlight in Sachen Lichtkunst.

Winterlichter am Leopoldplatz bleiben bis in den Januar

Am Leopoldplatz erhellen seit 1. Dezember bereits Lichterketten in Bäumen den Bereich zwischen Alter Nazarethkirche und Maxplatz im Nordosten. Nicht nur schön anzusehen, beleuchten die unzähligen Lampen auch die Wege und lassen den gesamten Platz einladender wirken. Auf diesem Weg soll der „einzigartigen Charakter des Wedding-Kiezes“ unterstrichen werden, wie das Bezirksamt Mitte in einer Mitteilung verkündete. Bleiben werden die Lichter bis zum 7. Januar, eingeschaltet werden sie täglich von 16 bis 23 Uhr.

Winterbeleuchtung Leopoldplatz Berlin-Mitte
Am nördlichen Teil des Leopoldplatzes in Berlin-Wedding zeigt sich, wie mit Licht ein freundlicher Ort entstehen kann. © Berliner Morgenpost | Julia Lehmann

Der Leopoldplatz hatte erst im November dieses Jahres eine neue Beleuchtung bekommen. Gemeint sind 26 energiesparende und insektenfreundliche Leuchten, die zwischen Alter Nazarathkirche und Maxplatz für ein höheres Sicherheitsgefühl bei Passanten und Passantinnen führen soll. Die Gesamtkosten in Höhe von etwa 228.000 Euro wurden durch Mittel des Berliner Sicherheitsgipfels für mehr Sicherheit und Sauberkeit im öffentlichen Raum sowie durch das Programm „Lebendige Zentren und Quartiere“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen finanziert.

Weihnachtsbeleuchtung spart Drogenumschlagplatz am Leopoldplatz aus

Bei der Weihnachtsbeleuchtung ausgespart worden, war der Bereich an der Ostseite des Leopoldplatzes. An einem Unterstand trifft sich seit Jahren vermehrt die Drogenszene, dealt und konsumiert Crack und andere Substanzen. Nicht weit davon befindet sich ein Spielplatz. Durch mehr Sichtschutz versucht der Bezirk Mitte beide Nutzergruppen auf dem Platz besser voneinander zu trennen. Ein wichtiges Angebot sind deshalb das Drogenkonsummobil des Drogenhilfevereins „Fixpunkt“ auf dem Platz.

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Mit Geld, dass das Land Berlin im Rahmen des Sicherheitsgipfels bereitgestellt hat, konnte der Bezirk nun schon in etliche Maßnahmen investieren, um die Situation zu verbessern und für mehr Sicherheit und Sauberkeit zu sorgen. Wie Mittes Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger (Grüne) beim Runden Tisch am Mittwoch dieser Woche ankündigte, solle es in Berlin bald Unterkünfte geben, an denen auch der Drogenkonsum unter Aufsicht von geschultem Personal gestattet ist. Das wäre ein Novum in der Hauptstadt.

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Ein weiterer Schritt, um den Leopoldplatz zu verändern, soll die stärkere kulturelle Nutzung sein. Der Bezirk hat angekündigt: „Als besonderes Highlight erwartet die Besucher*innen am 14. Dezember 2024 die international gefeierte Breakdance-Gruppe ,Flying Steps‘, die ab 18.30 Uhr einen spektakulären Auftritt vor der Alten Nazarethkirche geben wird. Ihre Show, die Tanz, Licht und Musik miteinander verbindet, wird die Feierlichkeiten auf dem Leopoldplatz zu einem bleibenden Erlebnis machen.“ Eine Lichtkunstinstallation an der Fassade der Alten Nazarethkirche ist am 14. und 15. Dezember geplant.

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