Auch ohne den traditionellen Weihnachtsmarkt gibt es Neuigkeiten vom Gendarmenmarkt in Berlin-Mitte. Der seit etwa einem Jahr laufende klimaangepasste Umbau des Platzes zwischen Deutschem Dom, Konzerthaus und Französischem Dom kommt planmäßig voran. Es ist Halbzeit bei den Bauarbeiten. 1200 von 14.000 Quadratmetern neues Natursteinpflaster – nach historischem Vorbild – konnten bereits verlegt werden. In einem Jahr soll der für verschiedene Veranstaltungen genutzte, denkmalgeschützte Platz wieder zur Verfügung stehen können.
„Mit bis zu drei Millionen Besucherinnen und Besuchern jährlich und zahlreichen Veranstaltungen gehört der Gendarmenmarkt zu den Tourismusmagneten in Berlin. Mit dem Umbau zeigen wir, wie Tourismus und Klimaschutz Hand in Hand gehen können“, sagte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) am Freitag, anlässlich eines Besuchs der Baustelle.
21 Millionen Euro fließen in den Platzumbau
21 Millionen Euro aus dem Programm zur Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) werden in den historischen Platz gesteckt, um ihn an die sich verändernden Bedürfnisse der Nutzer anzupassen. Der Platz wird barrierefrei umgebaut und bekommt unter der neuen Platzoberfläche eine moderne unterirdische Infrastruktur. Wasser- und Abwasser- sowie Stromleitungen werden verlegt.

50 zum Teil versenkbare Trinkwasseranschlüsse werden genauso verlegt wie 30 unterirdische Stromanschlüsse. Zu großen Teilen liegen diese Anschlüsse schon. Das hat vor allem für die vielen Veranstaltungen auf dem Gendarmenmarkt Vorteile. Findet der Weihnachtsmarkt oder das Classic Open Air auf dem Platz statt, können diese zukünftig unabhängig von der Infrastruktur des Konzerthauses durchgeführt werden.
Moderne Regenentwässerung entsteht
Auch eine provisorische Verkabelung über den Platz ist dann nicht mehr erforderlich. Begonnen werden konnte inzwischen auch mit den Tiefbauarbeiten südlich und nördlich des Konzerthauses.
Um Regenwasser aufzufangen und ins Grundwasser zu leiten, wurden bereits die dafür notwendigen Rigolen verlegt. Bei Starkregen kann das Wasser besser ablaufen. Auch die zwölf Filtrationsschächte existieren nun.
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Im ersten Halbjahr 2024 sollen dann die Arbeiten an der Verbreiterung des Gehweges an der Charlottenstraße beginnen. In diesem und nächsten Jahr findet der traditionelle Weihnachtsmarkt wegen des Umbaus auf dem Bebelplatz an der Staatsoper statt.
Laut Christoph Schmidt, Geschäftsführer der für den Platz zuständigen Grün Berlin GmbH, gehe der Umbau zügig voran. Über die Bedeutung des Gendarmenmarktes sagte er: „Die klimaresiliente und nachhaltige Sanierung des Gendarmenmarktes ist für Grün Berlin ein besonderes Referenzprojekt für vorbildliche nachhaltige Stadtentwicklung.“



