Keine zwei Wochen nach der Öffnung der Friedrichstraße für den Autoverkehr ist der hitzig diskutierte Straßenabschnitt auch schon wieder zu – wenn auch nur temporär: Der World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland veranstaltet am 12. Juli mit „restlos genießen“ einen Aktionstag gegen Lebensmittelverschwendung zwischen der Jägerstraße und Kronenstraße.
Berlin: Bis dahin ist die Friedrichstraße erneut gesperrt
Einschränkungen gibt es allerdings bereits jetzt: Seit diesem Dienstag ist die Straße für den Straßenverkehr gesperrt. Für die Veranstaltung am Mittwoch werden bereits Stände aufgebaut und die Straßenbeschilderung verändert. Der Verkehr von Unter den Linden kommend wird beispielsweise nach links oder rechts in die Jägerstraße umgeleitet.

Am Mittwoch ist ab 11 Uhr auch kein kreuzender Lieferverkehr mehr möglich. Die Veranstaltung findet zwischen 12 und 20 Uhr statt. Ab 23 Uhr ist die Straße wieder für Lieferanten befahrbar. Am Donnerstag ab 14 Uhr schließlich auch wieder für die restlichen Fahrzeuge.
Laut WWF werden jedes Jahr 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeschmissen
Mit dem Event will der WWF auf schwindelerregende Ausmaße von Lebensmittelverschwendung aufmerksam machen: Laut einer Studie der Organisation werden jedes Jahr in Deutschland 18 Millionen Tonnen Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch und Getreide weggeworfen.
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Am Aktionstag soll es eine buntes Programm mit interaktiven und informierenden Elementen geben, wie Kochworkshops und einem Bühnenprogramm. Best-Practice-Beispiele sollen zu einem bewussteren Umgang mit Lebensmitteln führen. Es geht darum, die Verwertung effizienter zu gestalten und Ressourcen zu schonen.
Fernsehmoderator und WWF-Botschafter Dirk Steffens wird die Veranstaltung um 12 Uhr am Mittwoch eröffnen. Um 18 Uhr soll es ein großes gemeinsames Essen geben, das ein vegan-vegetarisches Drei-Gänge-Überraschungsmenü mit Lebensmitteln vorsieht, die in der Regel in der Tonne landen würden. Ab 20:30 Uhr wird das Essen an die Besuchenden verteilt, das bei der Veranstaltung übrig geblieben ist.
Die Friedrichstraße stand in der Vergangenheit immer wieder im Fokus einer umweltbezogenen Debatte in Berlin. Nach einem zähen Hin und Her bei der Entscheidung darüber, ob der kurze Straßenabschnitt für den Straßenverkehr geschlossen wird oder nicht, wurde sich zuletzt vom CDU-geführten Verkehrssenat für Ersteres entschieden. Im Rückblick wird jedoch auch in den Reihen der Grünen, die während der vergangenen Legislaturperiode die Verkehrsverwaltung inne hatten, die Teilschließung der Friedrichstraße kritisiert.
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