Regierungsviertel

Kanzleramt wird für 460 Millionen Euro erweitert

Das Kanzleramt ist zu klein und soll erweitert werden. Der Neubau jenseits der Spree schließt dann das "Band des Bundes“ ab.

Berlin. Erst 18 Jahre alt und schon zu klein: Der Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes entsteht in Mitte am Rande des Kanzlerparks jenseits der Spree. Der ein- bis zweigeschossige, bogenförmige Bau soll das sogenannte „Band des Bundes“ nach Westen hin städtebaulich abschließen.

Der Entwurf stammt, wie auch das Kanzleramt selbst, von dem Berliner Architektenduo Axel Schultes und Charlotte Frank. In dem Gebäude werden rund 400 Büros sowie ein Veranstaltungssaal und weitere Funktionsräume Platz finden. Auffällig ist die 22 Meter hohe freitragende Hubschrauberplattform.

Verbunden wird der Neubau mit den Regierungsbauten im Spreebogen mit einer Fußgängerbrücke über die Spree. Frühestens 2027 soll der Komplex fertig sein, der Baubeginn ist für 2023 geplant. Architektin Charlotte Frank sagte, dass man zum jetzigen Zeitpunkt mit Kosten von 460 Millionen Euro rechne.

Angesichts der zunehmenden Zahl von Mitarbeitern und neuer Aufgaben in der Regierungszentrale sei die Ergänzung notwendig, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun am Dienstag. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sei in die Planungen miteinbezogen. Konzipiert sei das neue Haus als Nutzbau. „Architektonisch spielt die Musik hier“, sagte Schultes vor Journalisten im Kanzleramt. In einem Zusatzbau außerhalb des Kanzlerparks sollen die Logistik und die Poststelle unterkommem.

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