Die Südseite der Straße Unter den Linden in Mitte bleibt weiter für den Autoverkehr gesperrt. Weil der Straßenbelag nach den Regenfällen in der Nacht zu nass sei, konnten die fehlenden Fahrbahnmarkierungen nicht aufgetragen werden, sagte eine BVG-Sprecherin der Berliner Morgenpost nach einem Vor-Ort-Termin am Dienstag. Die ursprünglich für Dezember vorgesehene Freigabe der Straße musste damit bereits zum fünften Mal verschoben werden. Auch die Friedrichstraße bleibt im Kreuzungsbereich voll gesperrt.

Damit stehen Bussen und Autos bei der Fahrt in Richtung Osten weiterhin nur eine Fahrspur auf der Nord-Fahrbahn der wichtigen Ost-West-Magistrale zur Verfügung. Ein Rechtsabbiegen in die Friedrichstraße ist nicht möglich.

Ursprünglich wollten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die den U-Bahn-Bau in Berlins historischer Mitte betreibt, die inzwischen seit fast zwei Jahren abgesperrte südliche Fahrbahn des Boulevards Unter den Linden zwischen Glinka- und Charlottenstraße bereits längst wieder freigeben. Unterhalb der Kreuzung wird ein neuer U-Bahnhof gebaut, die Baugrube ist aber inzwischen mit Platten abgedeckt.

Die lange Sperrzeit stößt inzwischen auf Unmut bei den Anrainern, vor allem bei vielen Geschäftsleuten, die nach eigenen Angaben während des Weihnachtsgeschäfts Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Der Interessengemeinschaft Die Mitte e.V. war die Öffnung der Friedrichstraße von der BVG bereits für den 5. Dezember 2014 versprochen worden. Später hieß es, die Verkehrsfreigabe verschiebe sich auf den 15. Dezember. Nachdem auch dieser Termin ausfiel, versprach die BVG die Straße Anfang des Jahres freizugeben. „Geht es nach uns, hätten wir das auch längst getan. Aber das letzte Wort haben dabei die Verkehrssicherer“, sagte eine Sprecherin der U5-Projektgesellschaft.

fü