Der Projektentwickler des Ende September eröffneten Einkaufszentrums Mall of Berlin ist pleite. Die Baufirma Fettchenhauer Controlling & Logistics (FCL), die die Shopping-Mall am Leipziger Platz als Generalunternehmer realisierte, habe Insolvenz angemeldet. Das teilte das Amtsgericht Charlottenburg am Mittwoch mit und bestätigte damit einen Bericht der „Abendschau“ vom Vortag.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Knut Rebholz bestellt, heißt es in der Bekanntmachung zur Verfahrenseröffnung vom 8. Dezember (Aktenzeichen: 36f IN 5841/14).

Dem Bericht zufolge wurde bei der Staatsanwaltschaft auch eine Klage wegen Insolvenzverschleppung eingereicht. Ein Sprecher der Anklagebehörde in Berlin bestätigte den Sachverhalt zunächst nicht. Das Unternehmen Fettchenhauer mit Sitz in Berlin war nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Das Einkaufszentrum mit 270 Geschäften wurde Ende September eröffnet. Neben der Mall wird aber noch an einem Hotel und Wohnhäusern gebaut. Nach RBB-Informationen warteten Ende November neun Unternehmen auf die Bezahlung offener Rechnungen über mehr als vier Millionen Euro. Dem Sender zufolge seien an dem Bau am Leipziger Platz auch noch etliche Mängel, etwa in den Kellergängen, zu beseitigen. Die Behörden hätten dafür eine Frist bis zum 17. Dezember gesetzt.

In der Mall of Berlin sind auf 80.000 Quadratmetern 270 Geschäfte untergebracht. Der Bauherr und Investor Harald Huth investierte mehr als eine Milliarde Euro in den Einkaufstempel.

kr/dpa