Mitte

Tatort Alexanderplatz - Polizei fasst Messerstecher

Erneut ist es am Alexanderplatz zu einem gewaltsamen Streit gekommen: Ein 39-Jähriger stach am späten Sonnabend auf den Oberkörper eines 29-Jährigen ein. Polizisten konnten den Täter schnell fassen.

Foto: Stephanie Pilick / dpa

Beamte zweier Einsatzhundertschaften haben in der Nacht zu Sonntag einen Messerstecher in Mitte festgenommen. Gegen 22.25 Uhr geriet der 39-jährige Täter mit einem 32-jährigen Mann aus bislang ungeklärter Ursache auf dem Alexanderplatz in Streit.

Als der 29 Jahre alte Begleiter des 32-Jährigen sich dem Tatverdächtigen schützend in den Weg stellte, stach dieser ihm mit einem Taschenmesser in den Oberkörper und flüchtete.

Während der Bekannte des Opfers die Einsatzbeamten, welche zu diesem Zeitpunkt im ÖPNV unterwegs waren, um Hilfe bat, verfolgten zwei Passanten den Flüchtenden.

Er wurde schließlich in der Gontardstraße festgenommen. Der 29-Jährige kam mit einer Stichverletzung zur Beobachtung in ein Krankenhaus.

Immer wieder wird der Alexanderplatz zum Tatort

Am Alexanderplatz war es zuletzt immer wieder zu Gewaltausbrüchen gekommen. Ende August hatte ein 18-Jähriger einen 30-Jährigen mit einem Messer tödlich verletzt. Der Täter konnte 24 Stunden nach der Tat festgenommen werden.

Öffentlichkeit und Politik hatten bestürzt auf die Tat reagiert. Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) sagte unmittelbar nach der Festnahme des mutmaßlichen Täters: "Der Alexanderplatz darf kein Angstraum werden.“ Es sei aber nachvollziehbar, dass die Menschen nach solchen Taten Angst hätten. Allerdings habe die Polizei in den letzten Jahren gegengesteuert und sei häufiger dort präsent, daher habe es auch weniger gefährliche Körperverletzungen gegeben.

Die Polizei könne aber nicht alles allein regeln, "was auf diesem Platz an Alkohol, Vernachlässigung und sozialen Spannungen aufeinanderprallt", warnte Henkel. "Der Alex bleibt ein Ort, der großes Kopfzerbrechen bereiten muss."