Toleranz

Juden, Christen und Muslime beten in Berlin für den Frieden

Anlässlich der jüngsten antisemitischen Vorfälle hatten Organisationen von Christen, Juden und Muslimen zu einem gemeinsamen Gebet in Berlin aufgerufen. Sie beteten für den Frieden in Nahost.

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Organisationen von Juden, Christen und Muslime in Berlin haben am Sonntag zu einem gemeinsamen Friedensgebet für den Nahen Osten auf.

Das Friedensgebet fand um 12.30 Uhr auf dem Berliner Petriplatz in Mitte statt. Oft werde Religion für politische Interessen missbraucht, hieß es in dem Aufruf.

Wegen des Kriegs im Gaza-Streifen waren in der vergangenen Woche bei vielen pro-palästinensischen Demonstrationen anti-jüdische Hetzparolen skandiert worden. „Wir wollen dagegen als Gläubige verschiedener Religionen ein Zeichen für den Frieden setzen.“

Das Friedensgebet wurde unterstützt vom Evangelischen Kirchenkreis Berlin Mitte, dem Bet- und Lehrhaus der drei Religionen am Petriplatz, dem Jerusalemverein im Berliner Missionswerk, dem Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin, der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Werkstatt der Religionen und Rabbiner Daniel Alter, dem Beauftragten für interreligiösen Dialog der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Rabbi Alter war im August 2012 selbst von Jugendlichen in Berlin-Friedenau auf der Straße überfallen, beleidigt und brutal geschlagen worden, weil er eine Kippa trug.