Für die Genehmigung der „Körperwelten“-Ausstellung von Gunther von Hagens, in der plastinierte Leichen und Körperteile künftig unter dem Fernsehturm in Berlin-Mitte zu sehen sein sollen, wurde der entsprechende Antrag im Gesundheitsamt eingereicht.
„Der Antrag wird jetzt geprüft, einige Unterlagen mussten bereits nachgefordert werden“, sagt Bezirksbürgermeister Christian Hanke (SPD). Genehmigungsbehörde sei das Gesundheitsamt, weil das Bestattungsgesetz greife. Diesem Gesetz zufolge seien Leichen und Leichenteile grundsätzlich nicht öffentlich auszustellen. Ausnahmen müssen behördlich genehmigt werden.
„Der Gesetzgeber hat dafür sehr hohe Hürden gesetzt. Denn es geht um die Würde des Menschen, auch postmortal“, hatte Hanke im Mai gesagt. Es gehe auch um das sittliche Empfinden der Gesellschaft. „Deshalb muss man begründen, warum die öffentliche Zurschaustellung von Leichenteilen dennoch erlaubt werden sollte.“
Die Baugenehmigung für die Schau des Plastinators Gunther von Hagens wurde bereits im April 2014 erteilt.
Der umstrittene Plastinator Gunther von Hagens will ab Herbst 2014 mitten im Berliner Stadtzentrum auf rund 1200 Quadratmetern insgesamt 20 menschliche Körper und 200 Körperteile ausstellen. Es wäre die weltweit erste Dauerausstellung der bislang als Wanderausstellung konzipierten „Körperwelten“, in der plastinierte menschliche Körper und Körperteile gezeigt werden.
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