Auf die Berliner Innenverwaltung von Senator Frank Henkel (CDU) ist ein Anschlag verübt worden. Unbekannte warfen mit Farbe gefüllte Weihnachtskugeln gegen das Gebäude. Das teilte die Polizei am Montag mit.
Die Farbflecken waren am Sonntagabend von einer Polizeistreife an dem großen Gebäude an der Ecke Stralauer Straße und Jüdenstraße entdeckt worden. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Reste der Wurfgeschosse wurden sichergestellt. Die Innenverwaltung wollte den Vorfall nicht kommentieren.
Den Ermittlern liegt zu dem Fall das Schreiben einer linksautonomen Gruppierung zu der Aktion vor, wie ein Sprecher sagte.
Bekennerschreiben im Internet
In einem im Internet verbreiteten Schreiben heißt es, die Aktion habe sich gegen die „rassistische Politik“ von Henkel gerichtet. Der CDU-Politiker hatte Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) das Ultimatum gestellt, bis zum 16. Dezember 2013 das Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz in Kreuzberg räumen zu lassen.
Die Geflüchteten seien Ausgestoßene, die ausgegrenzt und kriminalisiert würden, heißt es in dem Schreiben. Sie sollten auf dem Oranienplatz bleiben, bis ihre Forderungen erfüllt seien. Henkel solle die Lage nicht eskalieren.
Zuletzt war Mitte Oktober die Ausländerbehörde in Berlin-Wedding mit einem 7 Meter breiten und 1,50 Meter hohen Schriftzug besprüht worden. Darauf stand: „No Border, no Nations, Refugees welcome“ (Keine Grenzen, keine Nationen, Flüchtlinge willkommen). Die Sprayer hatten auch das bekannte Anarcho-Symbol – ein Kreis mit einem A darin – hinterlassen.
dpa/BM




