Polizei und Feuerwehr mussten am frühen Morgen des 2. Weihnachtsfeiertages zu einem Großeinsatz nach Hellersdorf ausrücken. Wie eine Polizeisprecherin der Berliner Morgenpost sagte, musste ein Beamter zu seiner Dienstwaffe greifen und auf einen Angreifer schießen. Der Mann kam mit einer Schussverletzung am Bein in ein Krankenhaus und wurde dort operiert. Lebensgefahr bestehe laut Polizei nicht.

Nach Angaben der Polizei hatten Anwohner eines Mehrfamilienhauses an der Erich-Kästner-Straße gegen 6 Uhr früh die Polizei alarmiert, weil mehrere Personen im Hausflur randaliert haben sollen. Unter anderem haben sie gegen Wohnungstüren getreten und geklingelt. Als die Beamten wenig später am Einsatzort eintrafen, wurden sie sofort, als sie den Hausflur betreten hatten, von mehreren aggressiven Personen angegriffen. Die Polizisten haben unverzüglich Unterstützungskräfte alarmiert.

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Als weitere Polizistinnen und Polizisten eintrafen, lief ein 19-Jähriger aus der Gruppe im Treppenhaus mit einem spitzen Gegenstand, mutmaßlich mit einem Messer, in bedrohlicher Art und Weise auf die Einsatzkräfte zu, wie die Polizei mitteilte. Der Beamte habe daraufhin zur Pistole gegriffen und dem Angreifer ins Bein geschossen. Die randalierenden Personen haben dann mit Angriffen noch weitere Polizisten verletzt. Der 19 Jahre alte Angreifer wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort operiert.

Am Tatort nahmen die Polizeikräfte acht weitere Tatverdächtige, darunter zwei 19- und zwei 21-jährige Männer sowie vier Frauen im Alter von 18, 20, 22 und 42 Jahren fest. Sie kamen zur Feststellung ihrer Identitäten wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil von Polizeikräften in Tateinheit mit Bedrohung sowie tätlichen Angriffs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in ein Polizeigewahrsam. „Die weiteren Ermittlungen, auch zur Frage, wer von den Personen wie und ob überhaupt an den Angriffen beteiligt war, führt ein Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost).“

„Bei dem Einsatz wurden sieben Polizeikräfte verletzt, drei von ihnen müssen mit teils erheblichen Verletzungen, darunter Frakturen, im Krankenhaus behandelt werden“, sagte eine Polizeisprecherin. „Von den vier weiteren Kräften, die zunächst keiner ärztlichen Behandlung bedurften, traten drei vom Dienst ab.“

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„Aufgrund der Schussabgabe war auch ein Einsatznachsorgeteam vor Ort und betreute die Kollegen“, so die Sprecherin. „Wegen der Schussabgabe durch einen Polizisten ermittelt die 3. Mordkommission.“ Das ist üblich, wenn Polizisten zur Dienstwaffe greifen müssen und auf eine Person schießen.

„Kein Polizist schießt gerne. Aber leider werden sie mitunter bei ganz alltäglichen Einsätzen in derartige, psychisch hoch anspruchsvolle Ausnahmesituationen gebracht, in denen sie binnen von Sekundenbruchteilen im Rahmen der Notwehr oder Nothilfe zum letzten Mittel des Schusswaffengebrauchs greifen müssen“, sagt Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Wir wünschen unseren verletzten Kollegen alles Gute und hoffen, dass der traumatische Einsatz bei keiner der beteiligten Einsatzkräfte Spuren hinterlässt.“