Etwa 270 Personen haben am Montagabend in Marzahn gegen ein Flüchtlingsheim demonstriert. Dabei kam es zu Störungen durch Gegendemonstraten. Polizisten konnten körperliche Attacken verhindern.
Ein Zivilpolizist wurde von einer Person mit einem Schlagstock gegen den Arm geschlagen. Der Polizist zog daraufhin seine Dienstwaffe und gab sich durch mehrfaches Rufen als Polizeibeamter zu erkennen, woraufhin der Angreifer und seine Komplizen zunächst flüchteten.
Sieben von ihnen konnten wenige Minuten später in der Nähe aufgegriffen werden. Bei ihnen wurden die Personalien festgestellt. Anschließend konnten sie ihren Weg fortsetzen. Eine weitere Person wurde vorläufig festgenommen, erkennungsdienstlich behandelt und danach auf freien Fuß gesetzt.
Als ein Zivilfahnder, der selbst mit einem Schlagstock traktiert worden war, seine Dienstpistole zog und sich als Polizist zu erkennen gab, ergriffen die Störer die Flucht. Einige von ihnen wurden wenig später gestellt. Der angegriffene Zivilfahnder begab sich in ärztliche Behandlung
Die Demonstration war mit zunächst rund 200 Teilnehmern gegen 19.30 Uhr gestartet. Die Personen zogen von der Landsberger Allee Ecke Blumberger Damm über die Raoul-Wallenberg-Straße, Märkische und Mehrower Allee und Blumberger Damm zurück zur Landsberger Allee. Während des Aufzugs kam es teilweise zu deutlichen Verkehrsbehinderungen. Die Versammlung wurde von dem Leiter gegen 21.30 Uhr am Endplatz für beendet erklärt.
Die rund 140 Polizisten leiteten mehrere Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz ein. Der angegriffene Beamte beendete seinen Dienst und begab sich in ärztliche Behandlung.