Nach der Festnahme eines Flüchtlings aus der besetzten früheren Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin-Kreuzberg ist es am Dienstagabend zu einer Demonstration gegen den Polizeieinsatz gekommen.
An ihr beteiligten sich etwa 40 Unterstützer der Flüchtlinge. Es habe aber keine Zwischenfälle gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen. Bei der Festnahme eines Flüchtlings wurden vier Polizisten und der 20-Jährige selbst verletzt.
Derzeit sind noch mehrere Dutzend Flüchtlinge in der Gerhart-Hauptmann-Schule und fordern ein Bleiberecht. Anfang Juli war ausgehandelt worden, dass sie in einem abgegrenzten Bereich bleiben dürfen. Ein Großteil der Besetzer war zuvor freiwillig in Flüchtlingsheime umgezogen.
Vor rund einer Woche waren bereits drei Männer nach einer Schlägerei an der früheren Schule festgenommen worden. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hatte bereits vor vier Wochen erklärt, dass die Geduld mit den Besetzern zu Ende sei. Die polizeiliche Räumung hat das Bezirksamt aber bisher nicht beantragt.
dpa/mim




