Gürtelstraße

Polizei räumt Mahnwache vor dem Flüchtlingshostel

Auch am Donnerstag befinden sich weiterhin sechs bis acht Flüchtlinge in dem Hostel an der Gürtelstraße in Friedrichshain. Eine Mahnwache wurde am Mittag von der Polizei geräumt.

Foto: Steffen Pletl

Die Berliner Polizei hat am Donnerstagmittag damit begonnen, eine Mahnwache von Aktivisten an der Gürtelstraße in Friedrichshain zu räumen. Via Twitter meldete die Polizei:

„Wegen zunehmender Gefahrensituationen auf dem Dach in der #guertelstr wird ausschließlich der Ort der Mahnwache verlegt: Neuer Ort für die Mahnwache laut Auflage der Versammlungsbehörde: westlicher Gehweg der guertelstr, nördlich der Bahnbrücke.“

Am Donnerstagmittag war die Situation rund um die Gürtelstraße zunächst friedlich.

Weiterhin sechs bis acht Flüchtlinge in Hostel

In dem Hostel an der Gürtelstraße befinden sich auch am Donnerstag weiterhin sechs bis acht Flüchtlinge. Dies bestätigte eine Sprecherin der Soli-Gruppe Gürtelstraße am Donnerstagvormittag der Berliner Morgenpost.

Die Sprecherin stellte klar, dass in den vergangenen Tagen lediglich zwei Asylsuchende das Hostel verlassen hätten - aus gesundheitlichen Gründen.

Seit mehr als einer Woche wollen die Flüchtlinge, die früher auch den Oranienplatz besetzt hatten, diese Unterkunft nicht verlassen. Sie fordern eine dauerhafte Duldung in der Hauptstadt.

Am Mittwoch hatte die Senatsverwaltung für Soziales bestätigt, dass 30 Flüchtlinge die Unterkünfte freiwillig verlassen hätten. Dazu gehörten die Unterkünfte in Marienfelde, der Haarlemer Straße in Neukölln und der Gürtelstraße in Friedrichshain. Die im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen linker Aktivisten blieben aus.

Zuvor hätten Einzelfallprüfungen bei einigen der Flüchtlinge ergeben, dass Berlin nicht für sie zuständig sei, so eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Soziales. Die Flüchtlinge sollen zurück in die Bundesländer, in denen ihre Verfahren laufen.