Die Zitterpartie für das Yaam ist vorbei. Der beliebte Szenetreff in Friedrichshain kann an seinen neuen Standort an der Schillingbrücke in Friedrichshain ziehen. Der Unterausschuss Vermögensverwaltung im Abgeordnetenhaus hat dafür am Mittwoch den Weg freigemacht. Er stimmte zu, dass das Grundstück am Stralauer Platz 29-31 an das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zurück gegeben wird. Die Fläche war bislang beim Liegenschaftsfonds zur Vermarktung. „Wir freuen uns sehr, dass in einem gemeinsamen Kraftakt die Zukunft des Yaam gesichert werden konnte“, sagte Vorstand Ortwin Rau. Es sei ein ermutigendes politisches Signal, „dass gerade auch im Spreeraum Grundstücke nicht nur an millionenschwere Investoren vergeben werden“, so Jan Lerch vom Vorstand des Klubs.

Der Young African Arts Market (Yaam) muss bis spätestens Anfang 2014 seinen bisherigen Standort am Stralauer Platz 35 verlassen. So ist es mit dem Investor vereinbart, der auf dem jetzigen Standort des Treffs bauen will, und mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Auf der künftigen Fläche des Yaam ist bislang der Klub „Magdalena“ ansässig. Auch er sucht einen neuen Standort. Der Klubbetreiber ist mit der Behala über ein Ersatzgrundstück im Gespräch.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hatte die Rückübertragung der Fläche am Stralauer Platz 29-31 schon 2012 beantragt. Das Verwaltungsverfahren verzögerte sich, weil es Streit um die Sanierung der maroden Uferwand gab und über die Finanzierung dieser Baumaßnahme. Inzwischen hat sich der Eigentümer des Grundstücks am Stralauer Platz 35 bereit erklärt, sich an den Kosten dieser Sanierung zu beteiligen, um die Rückübertragung zu ermöglichen. Am neuen Yaam-Standort werden Altlasten im Boden vermutet. Die Bezirksverwaltung strebe eine genaue Analyse der Verunreinigungen an, sagte Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne).

saf