Der Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning (SPD), setzt sich für den Club Yaam in Friedrichhain ein. Seit einem Jahr sei bekannt, dass das „vielgelobte Jugendprojekt“ seinen derzeitigen Standort verlassen müsse, so der Staatssekretär. Der Konsens, der für den Umzug auf ein anderes Areal gefunden worden sei, drohe nun, „an der immer noch fehlenden Zustimmung zum dafür notwendigen Grundstückstausch im Vermögensausschuss des Abgeordnetenhauses zu scheitern“, kritisierte Böhning zu Beginn dieser Woche.

Der beliebte Club mit Strandbar und Eventhalle muss seinen langjährigen Standort am Stralauer Platz verlassen, weil dort ein Investor bauen will. Der Senat und das Bezirksamt Friedrichhain-Kreuzberg hatten sich nach langer Diskussion darauf geeinigt, dass das Yaam auf eine Immobilie an der Schillingbrücke ziehen soll, die jedoch noch vom Liegenschaftsfonds verwaltet wird. Der Bezirk stellte 2012 den Antrag auf Rückübertragung des Grundstücks.

Zustimmung für Yaam-Umzug steht weiter aus

Doch Vorbedingung dafür ist die Zustimmung des Unterausschusses. Sie steht immer noch aus. Er bitte den Ausschuss, „der Rückübertragung zügig zuzustimmen und den Weg für ein Überleben des Yaams freizumachen“, sagte Böhning. Auch der Club hofft darauf, denn mit dem Investor war vereinbart, dass der Umzug Anfang des nächsten Jahres stattfindet.

Diese Zustimmung könnte nun Anfang Dezember erteilt werden, wenn sich der Vermögensausschuss zum nächsten Mal trifft. Bei der Sitzung in dieser Woche sei das Thema vertagt worden, sagte Ausschussvorsitzender Karlheinz Nolte (SPD), weil die CDU noch Klärungsbedarf angemeldet habe. Die strittigen Punkte wie etwa die Sanierung der Uferwand seien geklärt, so Nolte. „Aus meiner Sicht steht der Zustimmung des Ausschusses nichts mehr im Wege.“