In Wilhelm Buschs bitterböser Bildergeschichte „Max und Moritz“ nehmen die beiden Titelhelden ein schlimmes Ende. Stephan Allner schreckt das nicht. Der Geschäftsführer der Wohnkompanie hat sein Bauvorhaben am heiß umkämpften Spreeufer in Friedrichshain ganz bewusst nach den beiden Buben benannt.

„Der Name passt für ein Bauvorhaben in dem doch etwas rebellischen Friedrichshain“, so der Bauherr. Rund 200 Millionen Euro will Allner in „Max und Moritz“ investieren, die auf dem sogenannten Anschutz-Areal zwischen Ostbahnhof und der Veranstaltungsarena O2World errichtet werden sollen. Der Baubeginn für die beiden knapp 100 Meter hohen Türme soll bereits im kommenden Frühjahr sein.

Läuft alles, wie vom Investor geplant, könnten 2016 bereits die ersten Mieter und Käufer einziehen. Die insgesamt geplanten 420 Wohnungen sollen je zur Hälfte als Eigentums- und Mietwohnungen angeboten werden.

„Wir haben noch gar nicht mit dem Vertriebsbeginn gestartet, aber schon zahlreiche Nachfragen“, so Allner weiter. Das Interesse an Wohnungen mit einem Blick „bis an den Stadtrand“ sei enorm groß. Das wird sich auch in den Preisen niederschlagen. Faustregel: Je schöner die Aussicht, umso teuerer die Wohnung.

Die Wohnkompanie ist derzeit nur eines unter vielen Unternehmen, die auf dem 21 Hektar großen Bauland zwischen Ostbahnhof und Spree bauen. Insgesamt entstehen bis zu 520.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Zulässig ist nach dem geltenden Bebauungsplan der Bau von Büros, Wohnungen, Kinos, Einkaufsmöglichkeiten und Kultureinrichtungen.

Neben „Max und Moritz“ dürfen zudem noch zwei weitere Hochhäuser von 90, beziehungsweise 135 Metern Höhe entstehen.

BM