Der geschützte Pop-up-Radweg auf der Kantstraße in Berlin-Charlottenburg überlebt zumindest noch den Winter. Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Dienstag mitteilte, habe die Senatsverwaltung für Verkehr in einer Erwiderung gegenüber dem Berliner Verwaltungsgericht zugesichert, dass während der gesamten Bauphase eine „ausreichend dimensionierte, markierte und provisorisch gesicherte eigene Radverkehrsfläche eingerichtet wird“. Die Deutsche Umwelthilfe hatte mit einem Eilantrag gegen die Neuordnung der Spuren geklagt. Der Eilantrag sei nunmehr zurückgenommen worden, hieß es.

Verkehrssenatorin Ute Bonde hatte im Wahlkampf versprochen, den Radweg „kurzfristig“ noch vor der Wahl zu entfernen. Nach dem Eilantrag der DUH und zivilgesellschaftlichem Protest ist der Radweg jetzt über den Winter gesichert. Bei den ab dieser Woche bevorstehenden Bauarbeiten handelt es sich nach Aussage der Senatsverwaltung ausschließlich um Ausbesserungsarbeiten am Asphalt der Straße.

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Der Streit dreht sich im Kern um die Frage, wer künftig welchen Platz bekommt. Statt eines eigenen Radstreifens soll eine gemeinsame Spur für Busse und Räder entstehen, daneben bleiben Parkplätze und Ladezonen. Rund 2,4 Millionen Euro kostet das Vorhaben nach letztem Stand. Die Deutsche Umwelthhilfe wies darauf hin, dass eine neue Landesregierung frühestens im Frühjahr 2027 eine emeinsame Spur für Bus- und Radfahrer beschließen könne. Die DUH hält diese schmale Spur für gefährlich und rechtswidrig. Sie drohte damit, bei einer neuen Entscheidung zugunsten einer gemeinsamen Spur erneut einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht einzureichen.

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„Die Spitzenkandidaten von Linke, Grüne und SPD haben uns vor der Wahl zugesagt, den geschützten Radweg zu erhalten. Die neue Landesregierung unter Beteiligung einiger oder sogar aller dieser Parteien hat die Chance, die verkehrspolitische Fehlentscheidung von CDU-Verkehrssenatorin Bonde endgültig zu korrigieren. Wir fordern, diese Zusage nun in der Koalitionsvereinbarung festzuschreiben und die bisherige Planung zu ändern.“, erklärte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch.

tok